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THE PIT AND THE PENDULUM. Oper nach der Erzählung
von E. A. Poe (unvollendet)

Komponist: Raskatov, Alexander
Textdichter: Parin, Alexej
Spieldauer: 80:00
Opus/Jahr: (1989-91)
Gattung: Oper

Inhalt:

Von den Richtern der Inquisition angeklagt, erwartet der Gefangene die Verkündung seines Todesurteils. Seiner Aufspaltung in drei Seelenverfassungen (Hoffnung, Zweifel und Grauen) entsprechend fühlt sich der Gefangene von drei Engeln umschwebt – Tod, Freude und Hoffnung –, die das angstvolle Schwanken seiner Gefühle spiegeln. Der Verurteilte erwacht aus tiefer Ohnmacht und findet sich in einem nasskalten, absolut lichtlosen Kerker wieder, dessen räumliche Abmessungen er sich behutsam ertastet. Voll Entsetzen entdeckt er bei der Erkundung seines Verlieses in dessen Mitte die kreisrunde Öffnung eines tiefen Schachtes. Wie durch ein Wunder ist der Gefangene dem todbringenden Sturz ins Bodenlose, den die Inquisitoren für ihn vorgesehen hatten, entkommen. Nach traumlosem Erschöpfungsschlaf findet sich der Gefangene in seiner Folterkammer auf eine hölzerne Bettstatt gefesselt. Gefräßige Ratten, die seinen baldigen Tod erwarten, umlagern ihn. Ein schweres Pendel hängt von der hohen Decke herab, und mit jedem Ausschlagen seines präzisen Schwingens nähert sich dem Opfer in grauenhafter Langsamkeit eine scharfe Riesenklinge. Trotz der würgenden Todesangst ersinnt der Gefangene eine List zu seiner Befreiung: Mit einer freien Hand beschmiert er seine Fesseln mit Essensresten, und die Ratten, die sich hungrig darauf stürzen, zernagen die Stricke gerade noch rechtzeitig. Furchtsam erwartet der Gefangene neue für ihn ersonnene Qualen. Da beginnen die in die Metallwände gegrabenen Teufelsfratzen zu glühen und zu leuchten. Was zunächst nur eine Einbildung schien, bewahrheitet sich: Die glühendheißen Eisenplatten der Wände drängen den Eingeschlossenen im nach und nach enger werdenden Verlies in die Raummitte, in welcher sich der zugleich lindernde Kühle als auch den sicheren Tod verheißende Schacht befindet. Im letzten Augenblick ertönt der Chor der Befreier, und der Gefangene entkommt schließlich ein drittes Mal dem unausweichlich scheinenden Tod. Welchem seiner Engel wird er nun folgen – dem des Todes, dem der Freude oder jenem der Hoffnung ..?