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CHOWANSCHTSCHINA. Musikalisches Volksdrama in fünf
Aufzügen (6 Bilder)

Komponist: Mussorgski, Modest
Bearbeiter: Schostakowitsch, Dmitri
Textdichter: Mussorgski, Modest (russ.)
Spieldauer: 160:00
Gattung: Oper
Besetzung: 3,3,3,3 - 4,3,3,1 - Pk, Schl (Trgl, Bk, Tamb, kl.Tr, gr.Tr, Tam-t, Glsp, Xyl), 2-4 Harfen, Cel, Klav, Streicher
Uraufführung: 25.11.1960 / Leningrad / RUS / Kirow-Theater / Sergei Jeltsin (Leitung) / Leonid Baratow (Regie)

Inhalt:

Während der Thronfolgewirren, die der Herrschaft Peter I. vorangehen, versuchen die Strelitzen - eine Art Leibwache der Zaren - die Macht an sich zu reißen. Sie rühmen sich auf dem Roten Platz in Moskau ihrer Greueltaten. Der Bojar Schaklowity diktiert einem Schreiber eine an den Hof gerichtete Anzeige, in der er den Führer der Strelitzen, Fürst Iwan Chowanski, und dessen Sohn Andrej der Verschwörung gegen die Regentin Sofia und den mit ihr rivalisierenden, noch minderjährigen Thronfolger Peter bezichtigt. Andrej Chowanski kümmert sich derweil mehr um Liebesabenteuer als um Politik. Er verfolgt und bedrängt Emma, ein deutsches Mädchen, deren Vater er umgebracht hatte. Marfa, seine einstige Geliebte, kommt der Protestantin zu Hilfe, und Dossifej, das Oberhaupt der Altgläubigen, der sich mit seinen Anhängern ebenfalls gegen die Strelitzen stellt, gibt Emma ganz in Marfas Obhut.
Fürst Golizyn, bisher Liebhaber und Parteigänger der Regentin Sofia, will nun zu ihrem Halbbruder Peter umschwenken, der die Zarenkrone an sich gerissen hat. Der Abergläubische läßt sich von der als Zauberin bekannten klugen Marfa weissagen. Diese kündigt ihm jedoch Verrat und Verbannung an. Wütend will Golizyn sie umbringen lassen, was aber von zaristischen Reitern gerade noch verhindert werden kann. Inzwischen haben Peters Truppen einen Teil der Strelitzenstadt überfallen und eingenommen. Iwan Chowanski weiß keinen Rat, sondern sucht Zerstreuung bei einem festlichen Gelage. Trotz der Warnung Golizyns leistet er der von Schaklowity überbrachten Aufforderung zu einem Treffen mit dem neuen Zaren Folge. Geschmückt und herausgeputzt geht der Ahnungslose in die Falle und wird ohne Prozess umgebracht. Golizyn wird verbannt. Zar Peter läßt alle Strelitzen zum Tode verurteilen, begnadigt sie jedoch in letzter Minute und unterstreicht damit seine gottähnliche Allmacht. Die Altgläubigen ziehen in den Wald, um den Freitod auf dem Scheiterhaufen zu wählen. Marfa gelingt es, auch Andrej dazu zu überreden. Die Begnadigung der Altgläubigen durch Zar Peter kommt für diese zu spät.

In Druckausgaben:

Mussorgski, Modest
  • Chowanschtschina
    Musikalisches Volksdrama in 5 Aufzügen
    Besetzung/Stimme: Orch
    Editionsnr.: SIK2130
    Ausgabe: Klavierauszug
    Preis: € 89,00 inkl. MwSt. zzgl. Versand
  • Chowanschtschina
    Musikalisches Volksdrama in 5 Aufzügen. Textbuch
    Editionsnr.: SIK4/5603
    Ausgabe: Libretto
    Preis: € 3,50 inkl. MwSt. zzgl. Versand