HISTORIA VON D. JOHANN FAUSTEN. Oper in drei Akten
und einem Epilog

Komponist: Schnittke, Andrej
Schnittke, Alfred
Bearbeiter: Schnittke, Andrej (elektroakustisches Zuspiel)
Textdichter: Köchel, Jürgen
Opus/Jahr: (1994)
Gattung: Oper
Besetzung: A, CounterT, 2 T, 6 Bar, 3 B, stumme Rollen, gem. Chor 3(2Picc,AFl),3(EnglHorn),3(Es-Klar,BKlar,ASax,BarSax),3(KFag) – 4,4,4,1 – 6 Schl (Pk, Trgl, Flex, Holzbl, Tamb, 3 Tomt, MilitärTr, kl.Tr, gr.Tr, Bk, Tam-t, RöhrenGl, 2 Trillerpfeifen, Glsp, Xyl, Vibr, Marimba), E-Git, BGit, Cel, Klav, Cemb, Org, 2 Synthesizer, Streicher
Uraufführung: 22.06.1995 / Hamburg / D / Hamburgische Staatsoper / Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Gerd Albrecht

Inhalt:

Im ersten Akt wird Fausts Herkunft, sein Studium in Wittenberg, sein titanischer Wissensdurst und die Beschwörung des Teufels beschrieben. Einem längeren Disput mit dem teuflischen Geist Mephostophiles folgt die Verschreibung auf 24 Jahre. Der zweite Akt handelt von der Dienstbarkeit des Geistes, mit dem sich Faust auch über die Hölle und deren Hierarchie unterhält. Man erlebt Fausts Flug über die Länder der Erde und seine Fahrten in die Hölle und in den Himmel. Die Erkenntnis, dass ihm das Paradies verschlossen bleibt und dass ihm ein höllisches Ende beschieden ist, betrübt ihn tief. Nach dem erlittenen Schock führt Faust ein ungezügeltes Leben als Schwarzkünstler und Zauberer, der mit böswilligen Scherzen seine Macht beweist. Dem Versuch einer Bekehrung durch einen erfahrenen Arzt folgt eine neue Verschreibung. Mehrfach kreuzt die schöne Helena seinen Weg, die (wie alle anderen weiblichen Rollen) als verkappte Teufelin Mephostophila gedeutet wird. Die Furcht vor dem herannahenden schrecklichen Ende führt Faust zu drei inhaltsschweren Wehklagen. Eingeschoben sind hämische Spottreden der höllischen Geister, ferner ein großer Ballettakt, der die Erscheinungen der Walpurgisnächte beschwört. Der dritte Akt beinhaltet den Triumph des Teufels. Nachdem sich Faust von seinen Studenten verabschiedet hat, wird er vom Teufel gerichtet. Ein geistlicher Epilog warnt die Nachwelt (und damit auch unsere Gegenwart) vor jedwedem Pakt mit dem Bösen.

Sätze:

PROLOG
VON DOCTOR FAUSTEN GEBURT UND STUDIEN (1.)
WIE FAUSTUS DEN TEUFEN BESCHWOREN (2.)
EINE DISPUTATION FAUSTI MIT DEM GEIST (3.)
WEITERE DISPUTATION MIT MEPHISTOPHILES (4.)
DOCTOR FAUSTI HÖLLISCHE VERSCHREIBUNG (5.)
EIN REIM WIDER FAUSTI VERSTOCKUNG (6.)
VON DER DIENSTBARKEIT DES MEPHISTOPHILES (7.)
DOCTOR FAUSTUS WILL SICH VERHEIRATEN (8.)
WIE FAUSTUS IN DIE HÖLL GEFAHREN (9.)
WIE FAUSTUS INS GESTIRN HINAUSGEFAHREN (10.)
VOM PARADEIS (11.)
DISPUTATION IN DER HÖLLE (12.)
VON DER HOCHZEIT IN MÜNCHEN (13.)
ABENTEUER MIT BETRUNKENEN BAUERN (14.)
FAUSTUS SCHENKT DEN STUDENTEN EIN FASS WEIN (15.)
FAUSTI WEHKLAG I (16.)
SPÖTTISCHE SCHERZREDEN DER TEUFL. GEISTER (17.)
ERSCHEINUNG DER SCHÖNEN HELENA (18.)
WIE FAUSTUS SOLL BEKEHRT WERDEN (19.)
DOCTOR FAUSTI ZWEITE VERSCHREIBUNG (20.)
BACCHANALIEN DES D. FAUSTI ZUR FASTNACHT (21.)
FAUSTI WEHKLAG II (22.)
FAUSTI WEHKLAG III (23.)
WIE DIE HELENA DEM FAUSTI BEIWOHNT (24.)
WIE DAS VIERUNDZWANZIGSTE JAHR VORBEI (25.)
REDE FAUSTI ZU SEINEN STUDENTEN (26.)
GEBET UND FALSCHER TROST FÜR FAUSTUM (27.)
FAUSTI GRÄSSLICHER TOD UND BEGRÄBNIS (28.)
LEHRE DER WAHRHAFTEN HISTORIA (29.)
EPILOG (30.)

In Druckausgaben:

Schnittke, Alfred
  • Historia von D. Johann Fausten
    Oper in 3 Akten und einem Epilog. Textbuch
    Editionsnr.: SIK4/5602
    Ausgabe: Libretto
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