Schnittkes 70. Geburtstag wird beim Beethovenfest 2004 gefeiert

Das Beethovenfest Bonn 2004 wirft seine Schatten voraus. Vom 17. September bis 10. Oktober 2004 hält Intendantin Ilona Schmiel wieder ein vielseitiges Programm mit weltweit renommierten Interpreten und Interpretinnen bereit. Ähnlich wie beim Schleswig-Holstein Musik Festival ist der diesjährige Themenschwerpunkt der böhmisch-mährische Kulturraum, in dem auch Beethoven im Rahmen seiner vielen Reisen und Kulturaufenthalte in dieser Region gewirkt hat. Anlässlich des 70. Geburtstages von Alfred Schnittke (24. November 2004) widmen Gidon Kremer (Violine), Tatjana Grindenko (Violine), Andrius Zlabys (Klavier), die Kremerata Baltica und das Beethoven Orchester Bonn unter Leitung von Roman Kofman zwei Konzerte der Aufführung aller sechs Concerti grossi des Komponisten:

Samstag, 2. Oktober 2004, 20 Uhr, Beethovenhalle:

Alfred Schnittke, Concerti grossi Nr. 2, 3 und 6

Sonntag, 3. Oktober 2004, 18.00 Uhr, Beethovenhalle

Alfred Schnittke: Concerti grossi Nr. 1, 4 und 5

Die sechs Concerti grossi von Alfred Schnittke (1934-1998), die zwischen 1976 und 1993 entstanden sind, nehmen im Gesamtwerk des Komponisten eine wichtige Stelle ein, da sie neben den Symphonien die umfangreichste Gattung seines Oeuvres bilden. „Es gibt Formen, die schon längst tot scheinen“, sagte Schnittke zu seinem fünften Concerto grosso, „und nur noch als Museumsexponate da waren – und dann wieder zum Leben erwachten und jetzt eine neue Entwicklung durchmachen.“

Trotz des gemeinsamen Gattungsbegriffs ist die Besetzung der Werke höchst unterschiedlich und bietet damit die Möglichkeit verschiedenster Instrumentationen und Klangfarben. So werden in der Concertino-Gruppe zwei Violinen, Violoncello, Cembalo und Klavier – in Nr. 1 präpariert – unterschiedlich kombiniert, als Begleitung dient wiederum entweder ein Streich-, ein Kammer- oder ein Symphonieorchester.