Thomas-Mann-Oper von Stephen Oliver

Thomas Manns Novelle „Mario und der Zauberer“ von 1926 hat bis heute nichts von ihrer beunruhigenden Brisanz eingebüßt. Die Parabel über die Manipulierbarkeit des Menschen zu willfährigen Mitläufern durch einen zwielichtigen Verführer ist primär eine Reaktion auf den sich ausbreitenden Faschismus, demaskiert aber gleichzeitig jedweden Typus des politischen Charismatikers.

Stephen Oliver, der 1992 früh verstorbene englische Komponist, hat das Werk in enger Anlehnung an Manns Novelle in einen Opern-Einakter verwandelt. Die Uraufführung fand 1988 während des Batignano-Festivals in Italien statt. Die Deutsche Erstaufführung erfolgt nun am 25. Juni 2004 am Kammertheater des Staatstheaters Stuttgart. Wolfgang Heinz ist der musikalische Leiter dieser Produktion der Jungen Oper am Staatstheater Stuttgart, Regie führt Manfred Weiß.