Russische Musik im Musikseminar Hamburg am 9. Februar mit Schostakowitsch und Suslin

Zwei außergewöhnliche Solisten sind beim Kammerkonzert des Musikseminars Hamburg am 9. Februar zu Gast: Eugenij Tonkha, Sohn des bedeutenden russischen Cellisten Vladimir Tonkha, studierte in Moskau und Berlin (bei David Geringas) und spielte bereits weltweit auf vielen internationalen Festivals mit Sinfonie- oder Kammerorchestern und als Solist. Der Pianist Michail Mordvinov studierte in Moskau und Hannover, erhielt bereits viele Auszeichnungen und glänzte vielfach auf internationalen Festivals. Neben seinem Schwergewicht in der Romantik beschäftigt er sich intensiv mit zeitgenössischen Kompositionen, besonders im Bereich der Kammermusik.

Ein klanglich besonderes Stück der Gegenwartsmusik ist Viktor Suslins Chanson contre raison von 1984. Der Titel bezieht sich auf ein altes Liebeslied aus der Zeit Guillaume de Machauts, ist aber in eine Art Mephistowalzer verwandelt. Dmitri Schostakowitschs erste Cello-Sonate von 1934 beschließt den Abend. Es ist dies zumeist ein ausgeprägt linear melodisch angelegtes Stück mit weiten Spannungsbögen. Im Gegensatz dazu ergeben sich manchmal Passagen mit einer ahnungsvoll dunkel klingenden Atmosphäre. Ein furioses Allegro beschließt die Komposition.

unter anderem zu hören:

Viktor Suslin (*1942)

„Chanson contre raison“

Sonate für Violoncello solo (1984)

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)

Sonate für Violoncello und Klavier d-moll, op. 40 (1934)