Gian Carlo Menotti verstarb am 1. Februar in Monte Carlo

Der italienische Komponist und Gründer des Spoleto Festivals Gian Carlo Menotti ist am Donnerstag im Alter von 95 Jahren in Monte Carlo verstorben. Hier arbeitete er selbst noch mit an einer Neuinszenierung seiner Oper „Das Medium" aus dem Jahre 1946. Allein 23 Opern sowie Solokonzerte und Kammermusik hat Menotti komponiert, darunter die bekannten vielgespielten Opern „Der Konsul“ (1950) und „Goya“ (1977), die für den spanischen Opernstar Placido Domingo entstanden ist.

Seinen internationalen Ruhm verdankt er aber auch der Gründung des „Festivals der zwei Welten“ im umbrischen Spoleto, das er 1958 ins Leben gerufen hatte und später auch in die USA und nach Australien exportierte.

Menottis erste große Oper „Amelia goes to the Ball“ wurde 1937 in Philadelphia uraufgeführt. Nur ein Jahr später wurde das Werk ins Programm der New Yorker Metropolitan Opera aufgenommen. Für das packende, gesellschaftskritische Drama „Der Konsul“ erhielt der Italiener in den 50er Jahren den Pulitzer Preis und den New York Drama Critics Circle Award. Manche Freunde seiner Musik bezeichnen Menotti als den größten italienischen Komponisten seit Giacomo Puccini.

Gian Carlo Menottis Werke werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz von den Sikorski Musikverlagen vertreten.