Pressestimmen zum Kaija-Saariaho-Wochenende in Hamburg

Das Konzertwochenende mit der finnischen Starkomponistin Kaija Saariaho beim NDR in Hamburg (Reihe „das neue werk“) am 25.und 26. April hat ein reges Interesse auch vonseiten der Presse gefunden

Das Hamburger Abendblatt schreibt unter der Schlagzeile „Annäherungen an eine zerbrechliche Wachtraum-Welt“ am 28. April:

„Sie mag Natur und das Geräusch des Windes, berichtete sie, so zurückhaltend geflüstert, als sei ihr jedes Wort über die unkalkulierbare Einsamkeit dieser Inspirationsquellen eines zu viel. In ihrer Musik geht Kaaria Saariaho den gleichen Weg - kompromisslos weg von Unnötigem, weg von Eindeutigem. (...)

Dass sie ihre eigenwilligen Ideen mit den Mitteln eines halbwegs konventionellen Orchesterapparats ausdrücken kann, belegte der erste Abend, in dem, dirigiert von Susanna Mälkki, wundersame Streicher-Panoramen ausgebreitet wurden. Die ‚Nymphéa Reflections’ wirkten mit ihrem gleichmütig, ziellos scheinenden Wabern wie ein Schlüssel zu Saariahos introspektiver Musik, der vage Fragen viel wichtiger sind als konkrete Antworten. (...)

Während verfremdende Klangelektronik-Elemente bei anderen mitunter wie trendig anmontierte Stützräder wirken, die schwächelnde Stücke vorm Straucheln ins Beliebige bewahren sollen, integriert Saariaho moderne Technik mit enormem Geschick, um sich vom forschen Erklärungswillen der hektischen Gegenwart zu verabschieden.“