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Ballett „Come in“ mit Musik von Vladimir Martynov

In diesem Jahr, am 20. Februar 2021, wurde der in Moskau geborene Vladimir Martynov 75. Das Ballett der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf und die kanadische Choreographin Aszure Barton ehren dem bekannten russischen Komponisten mit der deutschen Erstaufführung eines Balletts, das nach einem seiner beliebtesten Werke benannt ist. Premiere ist am 26. September 2021 in Düsseldorf. Die musikalische Leitung hat James Williams. Bei der Choreographie handelt es sich um eine Produktion, die Aszure Barton am Baryshnikov Art Center in New York 2006 für den Ballettstar Mikhail Baryshnikov und die Hell’s Kitchen Dance Company geschaffen hatte. 

Vladimir Martynov ist Kompositionsschüler von Nikolai Sidelnikow. Keine Geringere als die Komponistin und Förderin vieler KomponistInnen des 20. Jahrhunderts, Nadja Boulanger, wurde schon früh auf ihn aufmerksam. Zu Beginn konzentrierte sich der stets auf seine künstlerische Freiheit und Vielfalt bedachte Komponist auf das serielle Komponieren und die Zwölftonmusik. Zu gleicher Zeit setzte er sich aber auch mit der Musik des Mittelalters und der Renaissance auseinander und schlug so einen ähnlichen Weg ein wie der estnische Komponist Arvo Pärt. Außerdem interessierte er sich für die Erforschung der russischen Volksmusik und die Musik des Kaukasus, Tadschikistans und des Pamirs.

In den 1970er Jahren trat die Elektronische Musik in sein Blickfeld und gegen Ende jenes Jahrzehnts beschäftigte ihn sogar die Rockmusik. Nach einer mehrjährigen Krise kehrte Martynov 1984 zum Komponieren zurück. Postmodernismus, Minimalismus und die Musik Altrusslands begleiten sein Schaffen fortan. Die Einflüsse seiner Musik bleiben aber vielfältig, und Martynov behauptet bis heute einen sehr individuellen Stil. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit nimmt er auch zu religiös-philosophischen und historisch-kulturwissenschaftlichen Themen Stellung.

Die Deutsche Oper am Rhein schreibt zum neuen Ballett „Come in“:

„Die kanadische Choreographin Aszure Barton kreiert seit mehr als fünfzehn Jahren für klassische wie zeitgenössische Compagnien und entwickelt dabei ihre feine Sprache, die das klassische Ballett durchklingen lässt und gleichzeitig nach experimentellen Ansätzen sucht, kontinuierlich weiter. Als erste ‚Choreographer in Residence‘ am Baryshnikov Art Center in New York schuf sie ‚Come In‘ 2006 für den Ballettstar Mikhail Baryshnikov und die Hell’s Kitchen Dance Company. Zur Musik von Vladimir Martynov hat Barton eine poetisch leise, aber dringlich nachwirkende Arbeit in die Welt gesetzt. Auf dem Fundament einer klassischen Bewegungssprache stellt sie die Frage, wie wir miteinander leben wollen, und zeichnet dabei den Entwurf einer Gesellschaft, die in friedlich spielerischem Miteinander existiert.“

26.09.2021
Düsseldorf
Premiere Ballett „Come in"
darin: Vladimir Martynov, „Come in!“ für Violine und
Kammerorchester
Choreographie: Aszure Barto
Orchester der Deutschen Oper am Rhein; Ltg.: James Williams
Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf
Deutsche Erstaufführung

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