Mit der Oper „Krieg und Frieden“ ist „Prokofjew ein Meisterwerk gelungen“

Sergej Prokofjews Oper „Krieg und Frieden“ erlebte am 13. September 2021 in der Regie von Calixto Bieito und unter der musikalischen Leitung von Alejo Pérez am Grand Théâtre de Genève eine fulminante Premiere. Reinhard J. Brembeck veröffentlichte am 15. September 2021 in der Süddeutschen Zeitung eine Kritk und schreibt u.a.:

„(…) Bravissima in Genf: Prokofjews Tolstoi-Oper ‚Krieg und Frieden‘ wird auf grandiose Weise von Calixto Bieito neu erfunden. (…). Prokofjew ist ein Meisterwerk gelungen, in dem er sich radikal abkehrt von der sich harmlos unpolitisch in individuellen Befindlichkeiten suhlenden romantischen Oper. Prokofjew, er hat zusammen mit seiner Frau das Libretto selbst geschrieben, bettet die scheiternde Liebesgeschichte ein in die Weltgeschichte. Das ist radikal neu, das verschränkt Individuum und Gesellschaft unauflösbar, das relativiert den Einzelnen, wertet das Kollektiv auf. Alle sind Opfer des Krieges, es gibt nur Tote, Verwundete, Versehrte. Das gerade zu Ende gehende blutige Afghanistan-Abenteuer des Westens bestätigt Tolstois und Prokofjews Düsternis, die sich über allen Patriotismus wölbt. (…)“
(Reinhard J. Brembeck in: Süddeutsche Zeitung, 15.09.2021)

Lesen Sie die vollständige Kritik hier:

https://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-krieg-und-frieden-leo-tolstoi-sergej-prokofjew-genf-erstauffuehrung-calixto-bieito-1.5411279