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30. Todestag des georgischen Komponisten Sulchan Zinzadse

Als ausübender Cellist und Komponist war der am 23. August 1923 in Gori geborene Sulchan Zinzadse eine Doppelbegabung. Er starb am 15. September 1991 in Tiflis. Bis 1945 studierte er Violoncello am Musikkonservatorium in Tbilissi und setzte seine Studien am Moskauer Konservatorium fort. Schon während dieser Studienjahre trat er als Cellist des Staatlichen Georgischen Streichquartetts hervor. Seine ersten, auf georgischen Volksliedern beruhenden Kompositionsversuche, die „Drei Miniaturen“ für Streichquartett, waren deshalb auch diesem Ensemble gewidmet. Just mit diesem Werk wurde Zinzadse schlagartig bekannt. Ab 1966 war  Zinzadse  Dozent am Konservatorium Tiflis, dessen Leitung er zeitweise  auch  übernahm. 1973 wurde der  Komponist zum Professor ernannt und nahm leitende Funktionen im georgischen Komponistenverband ein. Zinzadses Kompositionen stehen im Vergleich zu seinen georgischen Kollegen vielleicht am stärksten unter dem Einfluss von Dmitri Schostakowitsch. Zwei Präludienzyklen, die 24 Präludien für Klavier und die 24 Prä-ludien  für Violoncello  und  Klavier,  sind  besonders erwähnenswert.  Sehr  erfolgreich  wurden  auch  die „Grusinischen  Weisen"  für  Violoncello  und  Klavier, das Streichquartett Nr. 7 sowie das mit den Initialen Schostakowitschs bezeichnete Streichquartett Nr. 9 „DSCH“. Den  größten Erfolg  im  westlichen  Musikleben hatten jedoch seine „Miniaturen“ für Streichquartett (oder Streichorchester), die bei Sikorski im Druck erschienen sind. Der Mandolinenvirtuose Avi Avital bearbeitete daraus sechs Miniaturen für sein Instrument und führt diese weltweit auf.   

15.09.2021
30. Todestag
Sulchan Zinzadse 
(23.08.1925 – 15.09.1991)
- Miniaturen für Streichquartett
 (Streichorchester)
- Streichquartett Nr. 9 „DSCH

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