Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Bulgarische Cellistin Liliana Kehayova veröffentlicht Cellosonaten von Nikolai Mjaskowski auf CD

Hochgeladene Datei

Der 1881 geborene und 1950 gestorbene russische Komponist Nikolai Mjaskowski war Schüler von Nikolai Rimski-Korssakow und Anatoli Ljadow. Er selbst unterrichtete eine Generation nachwachsender Komponisten, zu denen auch Aram Chatschaturjan, Dmitri Kabalewski und Andrei Eschpai gehörten. Die bulgarische Cellistin Liliana Kehayova hat nun, begleitet von der Pianistin Kristina Miller die beiden faszinierenden Cellosonaten Mjaskowskis beim Label „Dynamic“ (Vertrieb: Naxos) eingespielt. 

Vor allem die noch romantisch geprägte, aber harmonisch ungemein aufregende Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 ist ein Meisterwerk des russischen Komponisten. Tief verwurzelt in der russischen Ästhetik, ausdrucksstark und zuweilen düster geprägt, aber ungeheuer reich an großen melodischen Bögen lotet den ganzen Klangreichtum des Violoncellos aus.

Die bulgarische Cellistin Liliana Kehayova hat eine Celloprofessur an der Neuen Bulgarischen Universität. Sie ist Mitglied des Paganini Ensembles Wien und seit 2014 auch Leiterin der Internationalen Musikakademie Orpheus in Wien.

Als leidenschaftliche Solo- und Kammermusikerin hat Frau Kehayova an zahlreichen Musikfestivals und Recitals in ganz Europa teilgenommen. Als Solistin trat sie unter anderem mit Orchestern wie dem Sofia Philharmonic Orchestra, dem Mitteleuropa Orchestra Udine, dem North Checz Philharmonic Teplice, dem Varna Philhamonic Orchestra, dem „New Symphony Orchestra“, der „Camerata Orphica“ auf. 

Der Komponist Nikolai Mjaskowski, dem sie sich auf ihrer neuen CD nun so eindrucksvoll zuwendet, sollte auf Wunsch seines Vaters eine Militärlaufbahn einschlagen, obgleich sich sein großes musikalisches Talent bereits früh zeigte. Er besuchte verschiedenen Kadettenschulen und erhielt eine Ausbildung zum Militäringenieur. Daneben erhielt er von einer Tante ersten Musikunterricht. Ab 1902 nahm er Privatstunden bei Reinhold Glière. 1906 begann er am Petersburger Konservatorium zu studieren und wurde u.a. Schüler von Nikolai Rimski-Korssakow und Anatoli Ljadow. 1907 nahm er seinen Abschied vom Militärdienst und wurde Reservist. Nach seinem Studium schrieb Mjaskowski für Musikzeitschriften und gab Musikunterricht. 1914 wurde er zum Militär einberufen, erlitt schwere Verletzungen und wurde 1917 stark traumatisiert nach Petersburg zurückgesandt. Nach der Oktoberrevolution beteiligte er sich aktiv an der Neugestaltung des Musiklebens und wurde 1921 zum Kompositionsprofessor am Moskauer Konservatorium ernannt - eine Position, die er bis zu seinem Tod innehatte. Aus seiner Kompositionsklasse gingen so bedeutende Komponisten wie Aram Chatschaturjan, Dmitri Kabalewski und Andrei Eschpai hervor.

Mjaskowskis Kompositionsstil zeichnet sich durch starke Chromatik und eine oft düstere Grundhaltung aus - der tonale Rahmen wird nur gelegentlich und ansatzweise verlassen. Er hinterließ ein umfangreiches Œuvre, in dem 27 Symphonien, 13 Streichquartette und neun Klaviersonaten den Schwerpunkt ausmachen. Für den Klavierunterricht schrieb er eine Anzahl kleinerer Stücke, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen. Zum Beispiel des sogenannte „Unbekümmerte Liedchen“, das im ersten Band der von Sikorski veröffentlichten Russischen Klavierschule zum Abdruck kam (Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 95, S. 45.

Druckausgabe der eingespielten 2. Cellosonate von Nikolai Mjaskowski:
Nikolai Mjaskowski
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2
81 (1911/1945)
SIK 6910

Zur CD:
Nikolai Mjaskowski / Nikolai Rimski-Korsakow:
Cellosonaten
Liliana Kehayova (Violoncello) und Kristina Miller (Klavier)
CDS7901 Dynamic

 

» Zeige alle News