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10. Todestag von Karen Chatschaturjan

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Tatsächlich ist der 1920 in Moskau geborene armenische Komponist Karen  Chatschaturjan mit  dem  großen und ihn an internationaler Bekanntheit weit überragenden Aram Chatschaturjan verwandt: Er ist dessen Neffe. Am 19. Juli 2021 gedenken wir seines 10.  Todestags. Karen Chatschaturjan stammte aus einer künstlerisch engagierten Familie.  Seine Mutter war eine Schauspielerin, sein Vater Produzent eines Moskauer Theaterstudios. Nach anfänglichen Kompositionsstudien   bei   Heinrich   Litinski   studierte Karen Chatschaturjan  ab  1945  am  Moskauer  Konservatorium  und  wurde  von  Wissarion  Schebalin,   Dmitri   Schostakowitsch   und   Nikolai   Mjaskowski   (dessen   Kompositionsklasse   er   angehörte)  gefördert. 1949 beendete er sein  Studium und  wurde 1952 –  neben  seiner  kompositorischen  Tätigkeit  –  Hochschullehrer.  Aus seinem knappen Œuvre wird ersichtlich, dass er vor allem Anregungen von Paul Hindemith, Igor Strawinsky und Dmitri Schostakowitsch aufgriff. Zu Karen Chatschaturjans bekanntesten Werken zählt neben zwei Sinfonien, Orgelwerken und Streicherkammermusik das Ballett „Cipollino“  („Zwiebelchen“),  das  in  einer  Choreographie von Arila Siegert im März 2008 an der Kölner Oper zur  deutschen  Erstaufführung  gelangte.  Das mitreißende, überaus unterhaltsame Werk ist unbe-dingt eine Empfehlung. Ein weiteres wirkungsvolles Werk von Karen  Chatschaturjan  ist  die  sinfonische  Suite „Im Zirkus“ aus dem Jahr 1968 sowie die Intro- duktion  und  Fuge  für  Orgel.  Ein beliebtes Kammermusikwerk ist zudem die Sonate für Violoncello und Klavier von 1966. Karen Chatschaturjan schrieb zudem  etliche Filmmusiken vor allem  zu  Trickfilmen  des sowjetischen Filmstudios Sojusmultfilm.

Märchenballett „Cipollino“

Das Märchenballett „Cipollino“ beruht  auf  einem  italienischen  Kinderbuch  aus  den  fünfzigern  Jahren  von  Gianni  Rodari.  Die  1973  komponierte  Ballettmusik  von  Karen  Chatschaturjan  wurde  am  27.  März 2008 am Opernhaus Köln in deutscher Erstaufführung  vertanzt.  Es spielte bei dieser Produktion das Orchester der  Litauischen  Staatsoper Vilnius.  Schüler des Ballettstudios Hilger-Lee  tanzten, für  die  Choreographie  zeichnete  Arila  Siegert  verantwortlich.  Die  Figuren des  Stücks  sind  als  Früchte  und  Gemüse  verkleidete  Personen  wie  etwa  Prinz  Zitrone  oder  Signore  Tomato.  Die  beiden Letztgenannten unterdrücken ihr Volk und werden am Ende doch in ihre Schranken verwiesen.

19.07.2021
10. Todestag
Karen Chatschaturjan (19.09.1920 - 19.07.2011)
-„Cipollino“. Ballett in 3 Akten-Sinfonien Nr. 1-2
-„Im Zirkus“. Sinfonische Suite für Orchester

Foto: Karen Chatschaturjan © Norbert Unfried  

 

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