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Vladimir Martynov wird 75

Der am 20. Februar 1946 in Moskau geborene Vladimir Martynov ist Kompositionsschüler von Nikolai Sidelnikow. Keine Geringere als die Komponistin und Förderin vieler KomponistInnen des 20. Jahrhunderts, Nadja Boulanger, wurde schon früh auf ihn aufmerksam. Zu Beginn konzentrierte sich der stets auf seine künstlerische Freiheit und Vielfalt bedachte Komponist auf das serielle Komponieren und die Zwölftonmusik. Zu gleicher Zeit setzte er sich aber auch mit der Musik des Mittelalters und der Renaissance auseinander und schlug so einen ähnlichen Weg ein wie der estnische Komponist Arvo Pärt. Außerdem interessierte er sich für die Erforschung der russischen Volksmusik und die Musik des Kaukasus, Tadschikistans und des Pamirs.
In den 1970er Jahren trat die Elektronische Musik in sein Blickfeld und gegen Ende dieses Jahrzehnts beschäftigte ihn sogar die Rockmusik. Nach einer mehrjährigen Krise kehrte Martynov 1984 zum Komponieren zurück. Postmodernismus, Minimalismus und die Musik Altrusslands begleiten sein Schaffen fortan. Die Einflüsse seiner Musik bleiben aber vielfältig und Martynov behauptet bis heute einen sehr individuellen Stil. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit nimmt er auch zu religiös-philosophischen und historisch-kulturwissenschaftlichen Themen Stellung.

20.02.2021
75. Geburtstag
Vladimir Martynov (*20.02.1946)
- „Come in!“ für Violine und Kammerorchester   
- „Herbstlied“ für Knabenstimme, 2 Violinen, Streicher und Schlagzeug
 

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