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Uraufführungskonzert von Jan Müller-Wielands „Gottesspur“ online

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Kurz vor dem ersten folgenschweren Lockdown im März 2020 hatte die Uraufführung des im Auftrag des NDR Hannover entstandenen Werkes „Gottesspur“ für Fagott/Kontrafagott, Elektronik und Orchester am 20. Februar 2020 in Hannover noch realisiert werden können. Malte Refardt war der Fagottsolist, und Andrew Manze leitete die Radiophilharmonie des NDR.

Nun hat der NDR Hannover einen Link dieses bemerkenswerten Konzerts freigegeben. „Es scheint wie aus einer anderen Zeit zu sein“, sagte der Komponist. „fand aber im Februar 2020 statt. In ‚Gottesspur‘ geht es um die Andeutung einer womöglich anderen Kraft in unserem Existieren. Vielleicht einer Naturgewalt!?“

Hier der Link zu diesem Konzert: » zum Video

Jan Müller-Wieland wendet sich in „Gottesspur“ für Fagott/Kontrafagott, Elektronik und Orchester einerseits einer spirituellen Spurensuche nach dem Göttlichen zu, andererseits aber auch der Welt der Meere und sogar des Films. 

„Der Klanghorizont von Fagott und Kontrafagott konturiert diese GOTTESSPUR: Einsame, innere Laute. Rufe in der Wasserwüste. Die Götter sind den Menschen gleich geworden, herabgekommen, sind unter uns, im Leben treibend. Viscontis DIE VERDAMMTEN begleiteten mich: Wenn die Adelsfamilie von Essenbeck zum Empfang lädt, ertönt Hausmusik. Ein Cellist spielt Bachs Sarabande der 5. Cello-Suite. Währenddessen werden Strippen gezogen zwischen Faschisten und Industriellen. Ausverkauf jeglicher Moral. Mittels eines Tapes, auf dem ein Wal singt und ruft, seine Spur, seine Fährte sucht, werden die Bach-Wendungen aus DIE VERDAMMTEN verbunden. Moby Dick kehrt zurück. Eine Rechnung hat er noch offen.“

(Jan Müller-Wieland)

© Andrea Huber 

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