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Vasily Petrenko und das Oslo Philharmonic begeistern mit Sinfonien von Mjaskowski und Prokofjew

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Der bedeutende Komponist und Kompositionsprofessor am Moskauer Konservatorium Nikolai Mjaskowski (1881-1950) hatte den zehn Jahre jüngeren Sergej Prokofjew während der gemeinsamen Studienjahre am St. Petersburger Konservatorium kennengelernt, wo beide von Nikolai Rimski-Korsakow und Anatoli Ljadow ausgebildet wurden.

Die Freundschaft der Komponisten hielt ein Leben lang. Mjaskowski unterrichtete am Moskauer Konservatorium, an dem er seit 1921 tätig war, u.a. Dmitri Schostakowitsch, Dmitri Kabalewski und Andrej Eschpai. Einen ähnlich weltweiten Erfolg wie Prokofjew und Schostakowitsch konnte er mit seinen eigenen Werken jedoch nicht erzielen, obwohl seine Musik von vielen Hörern und vor allem vom Fachpublikum immer wieder hoch gelobt wurde. 

So schrieb der britische Musikkritiker Norman Lebrecht in seiner von „The Critic“ veröffentlichten Besprechung dieser neuen CD: „(…) Ich wünschte, wir würden mehr von Nikolai Mjaskowski hören. Mjaskowski hält seine Sinfonien sehr kurz und geht mit seinen Emotionen zurückhaltend um. Die 21. Symphonie, die 1940 vom Chicago Symphony Orchestra in Auftrag gegeben wurde, führt uns in nur einer Viertelstunde durch vier ineinandergreifende Sätze (…)“.

Die direkte Gegenüberstellung der opulenten, gewaltig ausdrucksstarken und langen 5. Sinfonie von Prokofjew und des, nennen wir es einmal, sinfonischen Konzentrats der 21. Sinfonie Mjaskowskis ist dem Oslo Philharmonic Orchestra unter der Letung seines einstigen Chefdirigenten Vasily Petrenko vortrefflich gelungen. Petrenko hatte das norwegischen Spitzenorchester sieben Jahre lang von 2013 bis 2020 geleitet und in der laufenden Saison den Chefposten an Klaus Mäkelä übergeben. 

Viel Leidenschaft begleitet den Andante-Kopfsatz der 5. Sinfonie, in dem Petrenko vor allem die Holzbläser stark zur Geltung kommen lässt. In krassen Kontrast zu den lyrischen Partien dieses Satzes und des Adagios stehen das scharf und kantig gespielte Allegro marcato und das Finale mit dem hymnischen Schluss. In der im Vergleich zu Prokofjew noch weit zerbrechlicheren, ja zarteren Faktur der 21. Sinfonie von Mjaskowski bringt das Oslo Philharmonic seine exklusiven Klangqualitäten eindrucksvoll zur Geltung. 

Sergej Prokofjew: Sinfonie Nr. 5 op. 100
Nikolai Mjaskowski: Sinfonie Nr. 21 op. 51
Oslo Philharmonic Orchestra; Ltg.: Vasily Petrenko
LAWO Classic LWC 1207

 

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