Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Simon Höfeles ausgezeichnete Einspielung von Alexander Arutjunjans Trompetenkonzert As-Dur

Hochgeladene Datei

Ja, eine Trompete kann in manchen Lagen und Lautstärken durchaus auch mal so zart klingen wie ein Holzblasinstrument.

Der erst 26 Jahre alte deutsche Trompeter liebt die Verwandlungskunst seines Blechblasinstrumentes und sagte in einem Kommentar zu seinem neuen Album, seiner ersten CD mit Orchesterbegleitung: „Ich habe auch den Holzbläserduktus adaptiert und versucht, eher die sanfteren Töne zu spielen. Das ist das, was ich ganz besonders liebe."  

Für seine Einspielung von Trompetenkonzerten Hummels, Haydns, Coplands und vor allem Alexander Arutjunjans mit dem BBC National Orchestra of Wales aus Cardiff unter Duncan Wards Leitung erhielt er in diesem Jahr einen OPUS KLASSIK in der Kategorie „Konzerteinspielung“. Damit gehörte er 2020 zu den jüngsten Gewinnern dieser angesehenen Auszeichnung,  

Dass auch seine Interpretation von Arutjunjans so beliebtem, oft eingespieltem Trompetenkonzert As-Dur so anders klingt als gewohnt, erklärt er mit den Worten: „Sie ist nicht so geworden um des Andersmachens willen, sondern weil ich die Musik einfach anders empfinde.“ Simon Höfele ist ein experimentier- und entdeckungsfreudiger junger Trompeter, der sich auch mit Neuer Musik einen Namen gemacht, hier aber zu echten Klassikern des Trompetenkonzertgenres einen neuen Zugang fand.  

Alexander Arutjunjans Trompetenkonzert stammt aus dem Jahr 1950 und entstand in Moskau für den Virtuosen Timofej Dokschizer. Dokschizer war es auch, der die heute üblicherweise gespielte Solokadenz hierzu beisteuerte. Ungewöhnlich ist in jedem Fall der Aufbau dieses Konzertes, das mit einem Andante anhebt. Erst im darauffolgenden in As-Dur stehenden Allegro energico formt sich das Hauptthema heraus, sogleich gefolgt von einem ganz dem klassischem Sonatenhauptsatz nachempfundenen lyrischen zweiten Thema. In einem Zwischenteil zeigt Arutjunjan seine meisterhafte Beherrschung polyphoner Satztechniken.

In der „klassischen“ Durchführung präsentieren sich Solist und Orchester in einem lebendigen Dialog. Anstelle eines langsamen Satzes erklingt ein zwischenspielartiges Meno mosso, und gleich darauf ein von der Spieldauer her kaum längerer Rückgriff auf das Tempo primo. Der Hauptthemenkomplex wird hier noch einmal hymnisch überhöht, bis das Werk mit der virtuosen Solokadenz schließt. Trompeter lieben das Stück, in Münster sprach der junge Solist Lukas Speckmann von einem phänomenalen Tummelplatz für jeden virtuosen Kollegen und natürlich auch für sich selbst. 

zur CD „Standards“ 
Alexander Arutjunjan: 
Trompetenkonzert As-Dur 
Simon Höfele (Trompete) 
BBC National Orchestra of Wales aus Cardiff, Ltg.: Duncan Ward 
Berlin Classics 0301314BC 

» Zeige alle News