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Presse zur Hannoveraner „Carmen“-Uraufführung von Marius Felix Langes Version des Opern-Klassikers

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Mit seiner hochgelungenen Bearbeitung, oder sagen wir besser Adaption mit hohem Eigenanteil, von Georges Bizets Opernklassiker „Carmen“ ist dem Komponisten Marius Felix Lange ein echter Wurf gelungen. Das Publikum und die Presse waren von der Uraufführung am 24. Oktober 2020 an der Staatsoper Hannover begeistert. Hier einige Pressestimmen:

Ausschnitt aus Beitrag „Durchtrainierte Powerfrau: ‚Carmen‘ an der Staatsoper

„(…) Weil auch im Orchestergraben Distanz gehalten werden muss, hat man aufgeräumt und so Platz gemacht für ein reichhaltiges Schlagwerkzeug. Der Komponist Marius Felix Lange hat für diese Produktion mehr geschaffen als nur ein Arrangement, er hat ein kleines Vorspiel geschrieben, das hinführt auf den oft klöppelnden Grundton. So kommt er dem ‚Carmen‘-Ballett des Russen Rodion Schtschedrin nahe, der aber neben reichem Schlagzeug den Streichern mehr Entfaltungsplatz geben konnte. Lange hat sein Versprechen gehalten, dass alle großen ‚Hits‘ dieser Erfolgsoper zu finden sein werden, auch wenn auf dem Weg dahin vieles sperrig tönt. Er schenkt seinen Protagonisten auch zusätzliche folkloristisch inspirierte Klänge und zwei neue Gesänge. So kommt diese Fassung dann trotz aller Zeitsparauflagen auf zwei Stunden. Das gibt dem neuen Generalmusikdirektor Stefan Zilias Zeit, sein musikalisches Organisationstalent zu beweisen. Durch unbekanntes Terrain führt er sein ausgedünntes Staatsorchester eher mit angezogener Bremse, aber wenn es in vertraute dramatische Bereiche geht, dann dreht er auf, was seinem Solistenquartett durchaus entgegen kommt. (…)“
(Rainer Wagner in: Hannoversche Zeitung, 25.10.2020)

Ausschnitt aus Beitrag „‘Carmen‘ in der Staatsoper bejubelt (Neue Presse)

„(…) Komponist und Arrangeur Marius Felix Lange hat einigen Eigenbau geliefert. Eine Art behutsame Flucht nach vorn: Wenn die Umstände großes Orchester und große Chöre verbieten, sind eben neue Lösungen angesagt. So bekam etwa Don José ein baskisches Volkslied zugeteilt, und Carmen singt eine in ihrer Schlichtheit anrührende Weise auf Caló, der Sprache der spanischen Gitanos. Die Instrumentierung setzt frische Akzente, es erklingen punktuell ausgeprägte Höhen und satte Tiefen, die Perkussion mit Vibraphon und Marimba macht sich nachhaltig bemerkbar. Zuweilen scheinen Melodik und Harmonien sanft zu entgleisen, aber bevor sich jemand ernsthaft Sorgen macht: Ja, es gibt eine Habanera, es gibt ein (angenehm unplakatives) Torerolied, und der Respekt vor Bizet bleibt stets spürbar.
Zumindest war es so bei der Premiere, natürlich in hohem Maße ein Verdienst des stets aufmerksamen Niedersächsischen Staatsorchesters unter dem neuen Generalmusikdirektor Stephan Zilias.
(Jörg Worat in: Neue Presse, 25.10.2020)

Foto (von links): Marius Felix Lange (Komponist), Stephan Zilias (GMD), Barbora Horáková (Regisseurin) © Archiv Sikorski