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Das Gürzenich-Orchester Köln mit Sergej Tanejews „Johannes Damascenus“ op. 1 bei Oehms classics

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Am 19. Juni 2020 gedachten wir des 105. Todestags von Sergej Tanejew. Der für die russische Spätromantik so bedeutsame Komponist studierte am Moskauer Konservatorium, wo er von Nikolai Rubinstein im Klavierspiel und von Peter Tschaikowsky in Komposition ausgebildet wurde.

Nach ausgiebigen Konzertreisen begann eine lange Phase als Kompositions- und Klavierlehrer am Moskauer Konservatorium. Wegen der politischen Wirren im Zuge der Revolution von 1905 verließ Tanejew aus Protest die berühmte Lehranstalt und unterrichtete fortan privat.

Zu seinen Schülern zählten Skrjabin, Rachmaninow und Glière. Letzterer wurde später der Lehrer von Sergej Prokofjew.

Das bekannteste Werk Sergej Tanejews ist neben der Sinfonie Nr. 4 und der Canzone für Klarinette und Streicher die Kantate „Johannes Damascenus“ für gemischten Chor und Orchester op. 1.

Die 1883 bis 1884 komponierte Kantate, die beim Label Oehms classics zu einer eindrucksvollen Einspielung mit dem Gürzenich-Orchester Köln und dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brno unter Dmitrij Kitajenkos Leitung gekommen ist, bezieht sich auf ein längeres Poem von Aleksej K. Tolstoj (1817–1875). Es geht darin um die Weltflucht des Johannes von Damaskus (ca. 650 – ca. 754), der die Hälfte seines Lebens als Mönch im Kloster Mar Saba nahe Jerusalems verbrachte. Zur Vertonung aus der langen Textvorlage gelangen in Tanejews Kantate nur sechzehn Zeilen. Diese Textstellen konzentrieren sich auf die Befreiung des Menschen aus der von Dunkelheit und Angst erfüllten Welt und die Erlösung beim Jüngsten Gericht.

Sergej Tanejew:Johannes Damascenus. Kantate für gemischten Chor und Orchester op.1
Tschechischer Philharmonischer Chor Brno
Gürzenich Orchester Köln
Ltg.: Dmitrij Kitrajenko
Oehms classics OC470

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