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Presse zur Münchner Uraufführung der Oper „7 Deaths of Maria Callas“ von Nikodijević

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„Die Callas ist tatsächlich auferstanden“, titelt die Süddeutsche Zeitung in ihrer Premierenkritik vom 2. September zur Uraufführung des mit großer Spannung erwarteten Opernprojekts „7 Deaths of Maria Callas“ von Marko Nikodijević und Marina Abramović am 1. September 2020 an der Bayerischen Staatsoper München. In der Online-Ausgabe der Neuen Musikzeitung ist neben vielen anderen Reaktionen ebenfalls eine Kritik unter dem Titel „Schöner Sterben, um zu leben“ erschienen.
Am 5. September 2020 kann man die Produktion auch im Internet erleben, denn auf die Premiere folgt die kostenlose Live-Übertragung der Vorstellung auf STAATSOPER.TV in Kooperation mit BR-Klassik und ARTE concert.

Hier einige Sätze aus den Premierenkritiken:

„Die Callas ist tatsächlich auferstanden - Marina Abramović inszeniert ihr ‚7 Deaths of Maria Callas" als unbedingte Kunst, fernab von Betrieb, Gelderwerb, Seichtheiten und Söder

(…) Abramović verwandelt sich in ihrem in München erstaufgeführten Stück ‚7 Deaths of Maria Callas‘ nach und nach in die Callas - durch Nichtstun, weil sie eineinhalb Stunden auf der Bühne live schläft. Dabei imaginiert sie die letzte Pariser Nacht der Sängerin und träumt sich in sieben ihrer großen Arien. (…) Der in Experimente verliebte Schauspieler (Willem Dafoe), der zusammen mit Abramović zwar nicht live, aber in den sieben minimalistischen Kurzfilmen auftritt, die Nabil Elderkin zu den sieben Arien gedreht hat. Als Otello ist Dafoe mit lebendigen Riesenschlangen dekoriert, die er seiner Partnerin umhängt. (…)
Die Abfolge der sieben Arien, nur durch kurze Zwischenspiele getrennt, hätte ohne das große Finaltableau des Komponisten Marko Nikodijević einfach nur wie eine beliebige Klassik-Radio-Best-of-Suite gewirkt. So aber verdichteten sich alle Erinnerungsfetzen zu einer letzten Sterbe- und Liebesszene, die ohne Gesang auskommt. Zu einer Sterbeszene natürlich, die nach wenigen Minuten direkt in die Auferstehung mündet.“
Reinhard J. Brembeck in: Süddeutsche Zeitung, 02.09.2020)

Schöner Sterben, um zu leben – Marina Abramovićs Opernprojekt „7 Death of Maria Callas“ in München uraufgeführt

„Nein, sie springt nicht aus dem Fenster. Obwohl der musikalische Effekt, mit dem das laute Paris ins nachgebaute Pariser Sterbe-Zimmer der Callas einbricht, geradezu körperlich zu spüren ist. Diese kleine Szene kurz vor dem Ende der jetzt in München mitzuerlebenden Sieben Tode der Maria Callas, wird nicht von den musikalischen Beiträgen von Bellini, Bizet, Donizetti, Puccini und Verdi unterlegt, sondern stammt von Marko Nikodijević, dem komponierenden Landsmann der serbischen Performerin Marina Abramović. (…)“
(Joachim Lange in: Neue Musikzeitung online, 02.09.2020)

Premiere „7 Deaths of Maria Callas“ von Abramović gefeier
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„Es war eine faszinierende Mischung aus Film, Gesang und Musik: Mit der Uraufführung von "7 Deaths of Maria Callas" der Performance-Künstlerin Marina Abramović ist die Bayerische Staatsoper in München am Dienstagabend in die neue Spielzeit gestartet. (…)“
(dpa, 02.09.2020)

Fenster auf und ab ins Bad

„(…) Eindrucksvoll der Tod der Butterfly. Dieses Japan nach einem Vernichtungsschlag kann man nur noch im Schutzanzug betreten. Wenn sich Marina den aufreißt und ihre Brust entblößt, sinkt sie tot zu Boden. Mit den selbst sowie von Peter Skavlan beigesteuerten jeweils hinführenden Textfragmenten ausgerüstet und getragen von den von ihrem Landsmann Marko Nikodijević neu und gegen das italienische Pathos ankomponierten Intermezzi, kann man sich durchaus einen gedanklichen Bogen zu dem, was man so über die Callas und ihre Lebenstragik weiß, schlagen. (…)“
(Roberto Becker in: Concerti, 03.09.2020)

Foto: (c) Archiv Sikorski

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