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Schostakowitschs 7. Sinfonie „Leningrader“ wird mit vollbesetztem Orchester in Brandenburg aufgeführt

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Es ist zu Zeiten der Corona-Pandemie schon eine Meldung wert, wenn eine groß besetzte Sinfonie bei Beachtung aller Schutzmaßnahmen zur Aufführung kommt.

Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt spielt unter der Leitung von Jörg-Peter Weigle am 19. September 2020 in Frankfurt/Oder und am 25. September 2020 in Seelow die Sinfonie Nr. 7 „Leningrader“ op. 60 von Dmitri Schostakowitsch. 

Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hatte Dmitri Schostakowitsch am 20. November 1938 in der Zeitung „Die sowjetische Kunst“ eine Sinfonie „zum Gedenken Lenins“ angekündigt. Damals hatte er die Absicht, mit seiner Sinfonie Nr. 6 ein viersätziges Werk mit Chor und Sologesang auf Texte von Majakowski, Dschambul und Stalski zu verfassen. Doch es sollte anders kommen, denn anstelle einer monumentalen und heroischen Sinfonie schrieb Schostakowitsch eine Sinfonie ohne Programm und schließlich auch ohne jede Textgrundlage.

Es war nicht das erste und es sollte auch nicht das letzte Mal sein, dass Schostakowitsch Erwartungen seiner Hörer und seiner Landsleute ganz bewusst unerfüllt ließ. Nach der „Lenin-Sinfonie“, die eben keine solche werden sollte, nahm der Komponist im Spätsommer des Kriegsjahres 1941 die Sinfonie Nr. 7 in Angriff, die den Beinamen „Leningrader“ erhielt.

Während der Arbeit an diesem Werk befand sich Schostakowitsch in Leningrad, während ringsum Bomben einschlugen und die russische Luftabwehr in Stellung ging.

Im Oktober 1941 wurde Schostakowitsch mit seiner Familie aus Leningrad ausgeflogen, das seit dem 8. September 1941 von deutschen und finnischen Truppen eingekesselt war.

Schostakowitsch schrieb ein Jahr später rückblickend in der Prawda (29. März 1942): „Ich wollte ein Werk über unsere Menschen schaffen, die zu Helden werden, die im Namen des Sieges gegen den Feind kämpfen ... Bei der Arbeit an der neuen Symphonie dachte ich an die Größe unseres Sowjetvolkes, an sein Heldentum, an die großartigen humanistischen und an das Schöne ... Unserem Kampf gegen den Faschismus, unserem sicheren Sieg über den Feind, meiner Heimatstadt Leningrad widme ich meine 7. Sinfonie.“Ideen und die Werte des Menschen, an unsere herrliche Natur, an die Menschheit"

19.09.2020 Frankfurt/Oder, Messehalle
25.09.2020 Seelow, Seelower Höhen
Dmitri Schostakowitsch:
Sinfonie Nr. 7 „Leningrader“ op. 60
Orchester: Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
Ltg.: Jörg-Peter Weigle
Orchesterfoto: Winfried Mausolf

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