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95. Geburtstag von Herbert Baumann am 31. Juli 2020

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Ein gutes halbes Jahr vor seinem 95. Geburtstag starb der Komponist in diesem Jahr am 21. Januar im Alter von 94 Jahren in München. Wir gedenken am 31. Juli 2020 nun seines 95. Geburtstages, den er nicht mehr erleben durfte.

Baumanns Schaffen, vor allem seine Ballettmusiken zu „Alice im Wunderland“ und „Rumpelstilzchen“, aber auch seine Kammermusik und Orchesterwerke, haben ein großes Publikum erreicht. In seiner fröhlichen Art und seinem gesunden Optimismus neigte Herbert Baumann in seiner Musik zum Tänzerischen, Rhythmischen und Lebendigen. Er komponierte auch für Laien, schrieb oft Stücke, die zugänglich und praktisch gut umzusetzen waren, und sein Ziel war es stets, die Menschen an die Musik heranzuführen.  

Herbert Baumann wurde am 31. Juli 1925 in Berlin geboren und hatte dort auch im Schatten des Zweiten Weltkriegs eine unbeschwerte Kindheit. Trotz seiner frühen Neigung zur Musik schrieb er sich zwei Jahre nach Kriegsende auf Wunsch seines Vaters für ein Architekturstudium ein, begann aber bald darauf, zeitgleich bei Sergiu Celibidache in dessen erster Saison bei den Berliner Philharmonikern Dirigieren zu studieren und wechselte schließlich ganz zur Musik. Zum Komponieren kam er über ein als Dirigier-Übung gedachtes selbstgeschriebenes kleines Stück, das Celibidache an den Kompositionslehrer Paul Höffer weitergab, der daraufhin Baumann kostenlosen Kompositionsunterricht anbot.

So studierte Baumann zwei Jahre lang am Internationalen Musikinstitut in Berlin bei Paul Höffer und nach dessen Tod bei Boris Blacher. Nebenbei komponierte er als Leiter der Bühnenmusik für die Freilichtbühne am Waldsee. Als am Deutschen Theater Berlin die Stelle des Direktors für Bühnenmusik frei wurde, schlug Höffer den 22-jährigen für diese vor, und für die nächsten sechs Jahre schrieb Baumann viele Bühnenmusiken für das Deutsche Theater; außerdem war er als Gast noch an vielen anderen Schauspielbühnen in ganz Deutschland tätig.

1953 wechselte er zu den Staatlichen Schauspielbühnen in West-Berlin und zog 1970 nach München, wo er am Bayerischen Staatsschauspiel arbeitete und für drei Theater gleichzeitig komponierte. Seit 1979 komponiert Baumann freiberuflich. 1998 gründete er die Herbert-Baumann-Stiftung, ursprünglich zur Förderung der Zupfmusik durch Konzerte, Wettbewerbe und Festivals. Mittlerweile wird dort auch andere Musik unterstützt.

31.07.2020 
Herbert Baumann 
(31.07.1925 – 21.01.2020)
95. Geburtstag
- Mexikanische Suite für Orchester
- „Rondo mit Mozart“ für Oboe, Klarinette, Horn und Fagott (oder vier Klarinetten)
- Ballettmusiken „Alice im Wunderland“ und „Rumpelstilzchen“

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