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Denis Matsuev hat Klavierkonzerte Alfred Schnittkes und Dmitri Schostakowitschs bei der DG brillant eingespielt

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Der russische Pianist Denis Matsuev hat zwei der mit Abstand interessantesten und beliebtesten russischen Klavierkonzerte des 20. Jahrhunderts mit dem Kammerorchester Wien-Berlin für die Deutsche Grammophon eingespielt: Schostakowitschs frühen Geniestreich in Gestalt des 1. Klavierkonzerts op. 35 und Alfred Schnittkes Konzert für Klavier und Streichorchester.

Der 1998 verstorbene Alfred Schnittke nutzte das Klavier auf eine besondere Weise, aber nicht in der Art wie seine Zeitgenossen John Cage oder Karlheinz Stockhausen, die sich, wie Matsuevs Kollegin Maria Lettberg einmal bemerkte, eigentlich nicht für den Klavierklang interessierten und die im Grunde genommen mit allen möglichen Hilfsmitteln andere, neue Instrumente aus dem Klavier konstruieren wollten. Charakteristisch für Schnittkes Klavierauffassung sind perkussive Ansätze, Cluster, komplizierte Rhythmik und große dynamische Kontraste. Er nutzt gern alle Register des Klaviers, wechselt gern zwischen dissonanter Akkordfaktur und scharf konturierten prallen Gegenstimmen. Denis Matsuev wird in seiner Interpretation diesen Ansprüchen einzigartig gerecht. Auch der vor allem im Finale von Schostakowitschs großartigem Frühwerk überbordende Drive gerät in dieser Neuaufnahme mitreißend. 

Das 2008 gegründete Kammerorchester Wien-Berlin besteht aus führenden Mitgliedern der Wiener und Berliner Philharmoniker und vereint die beeindruckende Klangschönheit beider führender Orchester in ihrem agilen, kammermusikalischen Spiel. In einer Debütaufnahme präsentiert das Ensemble Schnittkes Konzert für Klavier und Streichorchester, in einer ersten Aufnahme für DG neben Schostakowitschs Klavierkonzert Nr. 1 für Klavier, Trompete und Streicher und Lutosławskis Variationen über ein Thema von Paganini, arrangiert für Klavier, Streichorchester und Schlagzeug. 

Den Grundstein für dieses Ensemble legte Sir Simon Rattle mit dem Wunsch, zu seinem 50. Geburtstag ein gemeinsames Konzert mit den Wiener und Berliner Philharmonikern zu dirigieren. Das Spiel war so inspirierend, dass der Wunsch entstand, diese gemeinsame Erfahrung fortzusetzen. So entstand das Kammerorchester Wien–Berlin. Heute treffen sich die Musiker unter der künstlerischen Leitung von Rainer Honeck (Konzertmeister der Wiener Philharmoniker) regelmäßig, um Kammermusikwerke außerhalb des großen philharmonischen Repertoires aufzuführen, während sie häufig von den gefragtesten Solisten unserer Zeit begleitet werden. Das Orchester feierte sein US-Debüt 2019 mit den dortigen Konzerten mit Anne-Sophie Mutter. 

Zur CD:
Alfred Schnittke:
Konzert für Klavier und Streichorchester
Dmitri Schostakowitsch:
Konzert Nr. 1 für Klavier, Trompete und Streicher op. 35
Kammerorchester Wien-Berlin
Denis Matsuev (Kl.)
Gabor Tarkövi (Trompete)
Ltg.: Rainer Honeck
DG 4838489

 

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