Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Komponisten zur Coronavirus-Krise: Slawa Ulanowski

Hochgeladene Datei

Die Folgen der Coronavirus-Krise bewegen uns alle. Wir haben unsere Komponisten gefragt, wie sich diese Monate und Wochen auf ihr künstlerisches Schaffen auswirken. Was sie darauf geantwortet haben, veröffentlichen wir sukzessive in dieser Rubrik.

Slawa Ulanowski

(Der 1951 in Moskau geborene Slawa Ulanowski emigrierte 1993 nach Deutschland und wurde 1996 Mitglied des deutschen Komponistenverbandes.)

„Das Coronavirus hat uns unerwartet getroffen. Niemand hat diese Situation erwartet und natürlich war niemand dazu bereit. Es gab einen Bruch in unserer Gesellschaft, bei dem viele Verbindungen gelöst wurden.

Und es geht nicht nur darum, dass alle Auftritte und Konzerte abgesagt wurden, was an sich schon schlecht ist. Es geht darum, dass die Ur- und Aufführungen von Kompositionen und Theaterwerken dem Komponisten nicht nur Freude, moralische und kreative Zufriedenheit bringt, sondern auch die Möglichkeit gibt, neue Kontakte zu knüpfen. Während der Proben und der Vorbereitung auf die Aufführung trifft man sowohl alte Bekannte, als auch jedem Einzelnen bisher unbekannte Künstler, Dirigenten, Regisseure, Choreografen, Maler usw. Während dieser Treffen besteht die Möglichkeit, Ideen miteinander zu teilen, was häufig den Anstoß gibt, ein neues Werk zu komponieren, ein gemeinsames Libretto zu erstellen und weitere Arbeiten an einer Oper, einem Ballett oder einem Musical vorzunehmen. Manchmal inspirieren einen die Interpreten-Virtuosen, ein Konzert mit einem Orchester oder eine Kammerkomposition für ein Instrument mit Klavier zu komponieren.

Zurzeit sind die Aufführungen abgesagt, die Treffen finden nicht statt. Und dies kann sich auf die Erschaffung neuer Werke negativ auswirken. Dies ist sehr schade. Die Treffen mit neuen Gesichtern ist ein Grundstein jedes Werkes.

» Zeige alle News

Slawa Ulanowski (im April 2020)