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Der russische Komponist Alexander Wustin starb an einer Coronavirus-Infektion

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Am 19. April 2020 starb der russische Komponist Alexander Wustin kurz vor seinem 77. Geburtstag (er wurde am 24. April 1943 geboren) an einer Coronavirus-Infektion. Sein ebenfalls am Coronavirus erkrankter infizierter Sohn kämpft in einer Klinik um sein Leben.
Alexander Wustin ist Schüler des Komponisten Grigori Frid, des Schöpfers der weltweit gespielten Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“. Er machte seinen Abschluss später bei Vladimir Ferè am Moskauer Konservatorium im Jahr 1969. Danach arbeitete Wustin bis 1974 als Musikredakteur bei UdSSR Radio und im Anschluss daran als Redakteur beim Kompozitor-Verlag.
Seine frühen Kompositionen hat Alexander Wustin später zurückgezogen. Er betrachtete lediglich die Werke, die seit 1972 entstanden waren, als gültig. Wustins Werke werden für ihren außergewöhnlichen Aufbau und Charakter hochgelobt. Der Komponist bezog die Zwölftontechnik mit ein, verwendete sie aber auch frei und fand zu einer individuellen, originellen Musiksprache.
Bei den internationalen Festivals für zeitgenössische Musik wurden Wustins Werke oft aufgeführt. Besonders Gidon Kremers „Kremerata Baltica“, aber auch die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen setzten sich engagiert für seine Kompositionen ein.
Im Jubiläumsjahr Beethovens richtete sich auch der Blick auf Alexander Wustins „Hommage à Beethoven“, einem Konzert für Schlaginstrumente und kleines Orchester. Zu seinen bekanntesten Kompositionen gehören u.a. „Vox humana“ und „Weiße Musik“ für Orgel sowie „Das Wort“ für Bläser und Schlagzeug.

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