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Dmitri Smirnow starb am 9. April 2020 an den Folgen einer Coronavirus-Infektion

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Am Nachmittag des 9. April 2020 verstarb der russische Komponist Dmitri Smirnow im Alter von 71 Jahren an den Folgen seiner Corona-Erkrankung. Er hinterlässt seine Ehefrau, die russische Komponistin Jelena Firssowa und die Kinder Alissa und Philip.
Dmitri Smirnow war Schüler von Nikolai Sidelnikow, Edison Denissow und Juri Cholopow. Noch während der Studienjahre hatte Smirnow Kontakt zu dem in Moskau lebenden Webern-Schüler Philip Herschkowitsch, bei dem er seine Kenntnisse der Zwölftonmusik vertiefen und erweitern konnte, ohne dass er die Dodekaphonie in ihrer ganzen Strenge übernahm. 1976 gewann Smirnow den ersten Preis beim Amsterdamer Gaudeamus-Wettbewerb für junge Komponisten. Er lebte mit seiner Familie seit seiner Emigration im Jahr 1991 als Dozent und freischaffender Komponist in Großbritannien, wo er am Gründonnerstag 2020 auch verstarb.
Durch den Einfluss Denissows gelang Smirnow eine einzigartige Synthese der Serialität mit dem expressiven französisch-russischen Sensualismus. Als dritter prägender Einfluss kristallisierte sich die Dichtung William Blakes heraus, dessen apokalyptische Bilder und Fiktionen nicht nur Vorlage für seine dramatischen Werke waren, sondern auch Smirnows Vokal- und Kammermusikkompositionen prägen.

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