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Elizabeth Wilson im Interview mit der „taz“ über Dmitri Schostakowitsch

Elizabeth Wilson, die britische Cellistin und Schülerin des russischen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch, ist eine leidenschaftliche Interpretin von Werken Dmitri Schostakowitschs. An der Barenboim-Akademie in Berlin hätte sie zur Eröffnung der „Edward-Said-Tage“ einen Vortrag über Schostakowitsch halten sollen, der wegen der Coronavirus-Krise nun leider ausfallen musste. Die Berliner Zeitung „taz“ hat die Gelegenheit ergriffen und Elizabeth Wilson stattdessen zu einem Gespräch gebeten, das am 28. März 2020 unter dem Titel „Er hätte sich jetzt ständig die Hände gewaschen“ veröffentlicht wurde.
Darin spricht sie auch über die Kriegsjahre, die Schostakowitsch voller Sorgen miterlebte und in zahlreichen Werken wie etwa der 7. Sinfonie verarbeitete. Im Gespräch mit dem Journalisten Julian Weber sagt Elizabeth Wilson u.a.: „Weil er (Anm.: Schostakowitsch) eine sensible Persönlichkeit war, hat er den Krisenzustand umso heftiger wahrgenommen und in seine Musik eingeschrieben. Was hätte Schostakowitsch zum Coronavirus gesagt? Durch die Erfahrung der Armut, in der er aufwuchs, war er für seine penible Reinlichkeit bekannt. Er hätte sich jetzt ständig die Hände gewaschen. All jenen, die nach wie vor in einer Diktatur leben, die unschuldig im Gefängnis sitzen, dient seine unbeugsame Kunst als enorme Inspiration. (…)“

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