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Vom Tastenlineal bis zu Bogentänzen - Katja Tchemberdji wird 60

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Die russische, heute in Berlin lebende Komponistin Katia Tchemberdji begeht am 6. Mai 2020 ihren 60. Geburtstag. Zu ihren wichtigsten Werken zählen „Ma’or“ für Klarinette solo, „Drei Bogentänze“ für Violoncello und Klavier, „Abschiedsgesänge“ für vier Vokalsolisten und Kammerorchester, die Kammeroper „Max und Moritz“ und das sogenannte Heidelberg-Trio für Klarinette, Violine und Klavier.

Bereits als Siebenjährige wurde Tchemberdji in die Zentrale Musikschule des Moskauer Konservatoriums aufgenommen, an dem sie 1978 ihre Studien in den Fächern Komposition, Musiktheorie und Klavier fortführte. Ihre wichtigsten Lehrer waren Nikolai Korndorf und Juri Cholopow. 1984 legte Katia Tchemberdji sämtliche Examina mit Auszeichnung ab. Von 1984 bis 1990 unterrichtete sie an der Gnessin-Musikhochschule in Moskau. Seit 1990 lebt und arbeitet sie in Berlin. Im Jahr 2003 trat Tchemberdji eine Lehrstelle für Komposition für Kinder und Jugendliche an der Neuköllner Paul-Hindemith-Musikschule an. Als Komponistin und Pianistin gleichermaßen gefragt, wurde Katia Tchemberdji zu zahlreichen internationalen Kammermusikfestivals eingeladen. Sie unternahm ausgedehnte Konzertreisen als Begleiterin der Cellistin Natalia Gutman. Katia Tchemberdji erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge von namhaften Musikern und Veranstaltern. Ihr überwiegend introvertierter, lyrisch-expressiver Stil entfaltet besonders in ihrer Klavier- und vokalen Ensemblemusik berührende Klangwirkungen.

Eine von Tchemberdjis wichtigsten Erfindungen im Bereich der Klavierpädagogik ist das „Tastenlineal“, das als Lerngerät und Spielzeug für Klavierschüler dient. Es hilft das Gehör zu prüfen und zu stützen sowie Tonleitern, Akkordfolgen und einfache Melodien auf der Tastatur zu finden und – durch Verschieben des Lineals – zu transponieren.

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