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Omsker Philharmonie bringt Lera Auerbachs „Ikarus“ zur russischen Erstaufführung

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Das 2011 entstandene Stück „Ikarus“ für Orchester von Lera Auerbach wird am 17. März 2020 in Omsk von der Omsker Philharmonie unter der Leitung von Dmitry Vassiliev zur Uraufführung gebracht. Das Werk nimmt Bezug auf die beiden letzten Sätze von Auerbachs Sinfonie Nr. 1 „Chimera“ und wurde am 18. Juli 2011 im Rahmen des Verbier Festivals durch das Festivalorchester Verbier unter Neeme Järvi uraufgeführt.

Lera Auerbach erklärte zu ihrem Werk:

„Was diesen Mythos so bewegend macht, ist Ikarus’ Ungeduld des Herzens, sein Wunsch, das Unerreichbare zu erreichen, die Intensität der ekstatischen Kürze seines Fluges und die Zwangsläufigkeit seines Absturzes. Wäre Ikarus vorsichtig geflogen, hätte es keinen Mythos gegeben. Sein tragischer Tod hat Größe. Er stellt aus Daedalus’ Sicht die Frage: Wie kann man Erfolg und Scheitern unterscheiden? Daedalus’ größte Erfindung – die Flügel, die dem Menschen zum Fliegen verhelfen – war gleichzeitig sein größter Fehlschlag, da sie den Tod seines Sohnes verursachte. Daedalus war genial, seine Flügel perfekt, doch er war auch ein blinder Vater, der sein Kind nie wirklich verstanden hat.“

17.03.2020       
Omsk               
RE Lera Auerbach,                                       
„Ikarus“ für Orchester                                       
(Omsker Philharmonie; Ltg.: Dmitry Vassiliev)

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