Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Der russische Komponist Sergej Slonimski starb 87-jährig in St. Petersburg

Der 1932 in Leningrad geborene Komponist, Pianist und Musikwissenschaftler Sergej Slonimski starb am 9. Februar 2020 im Alter von 87 Jahren in St. Petersburg. Slonimski schrieb acht Opern, 34 Sinfonien und eine Vielzahl von kammermusikalischen Werlen. Er verwendete sowohl Mittel der Dodekaphonie als auch Stilelemente des Jazz, neo-romantische Ansätze und Anregungen aus der Volksmusik seiner Heimat.
Eines seiner bekanntesten Stücke ist die Kammeroper „Meister und Margarita“ nach einem Sujet von Michail Bulgakow.
An der Faustthematik haben sich bekanntermaßen zahlreiche Dichter und   Schriftsteller  seit  Jahrhunderten abgearbeitet. Slonimski adaptierte das berühmte Sujet von Bulgakows „Meister und Margarita“ Anfang der siebziger Jahre  für  eine  Kammeroper  für  ein  kleines  Orchester,  siebzehn  Singstimmen  und  gemischten  Chor (vom Band). Bulgakows satirisch-grotesker Roman aus  den Jahren 1928 bis 1940 war deshalb so erfolgreich, weil viele unterdrückte Menschen im stalinistischen Russland darin einen Ruf nach innerer und äußerer Freiheit verstanden. Der  Dirigent  Michail  Jurowski  sorgte  bei  der  EXPO  2000  in  Hannover  und  am  Volkstheater  Rostock  in  der  Spielzeit  2000/2001  für  die  deutschsprachige  Erstaufführung  dieser  in  Russland  lange  Zeit  verfemten Oper in der kongenialen deutschen Adaption des Übersetzerehepaares Peter und Ludmilla Steinacker.
Im Mittelpunkt der Handlung steht ein junger Schriftsteller, der seinen Namen  vergessen  hat  und  sich  deshalb nur „Meister“ nennt. Sehr gut erinnert sich Meister aber  an  die  zurückliegenden  Jahre,  in  denen er einen Roman über den römischen Prokurator Pontius  Pilatus  schrieb,  der  aber  nie  in  voller  Länge  veröffentlicht  wurde.  Seine  ehemalige  Geliebte  Margarita ist eine unglücklich verheiratete Frau, die in die Fänge des als „Voland“ getarnten Teufels gerät,  und  sich  wünscht,  mit  Meister,  der  inzwischen  in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde, in dessen  Kellerwohnung  leben  zu  dürfen.  Im  Verlauf  des Romans verquicken sich die Handlungsstränge des  fiktiven  Romans  über  „Pontius  Pilatus“  immer  weiter mit den persönlichen Schicksalen von Meister und Margarita.

» Zeige alle News