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Volksoper Wien brachte Marius Felix Langes „Das Gespenst von Canterville“ zur Erstaufführung

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Marius Felix Langes 2013 uraufgeführte Oper „Das Gespenst von Canterville“ nach Oscar Wilde erlebte am 18. Oktober 2019 nun auch an der Volksoper Wien ihre österreichische Erstaufführung. Regie führt Philipp Krenn, Gerrit Prießnitz leitet das Ensemble und das Orchester der Volksoper Wien.  
Mit Witz und Raffinesse nähert sich Lange auf der Grundlage des Librettos von Michael Frowin dem populären Stoff des englischen Schriftstellers. Im Mittelpunkt steht bei Wilde der gedemütigte Schlossgeist von Canterville, dessen Versuche, die neuen Bewohner seines alten Gemäuers zu schrecken, vollständig im Nichts verlaufen. Ja, es kommt noch schlimmer. Die neuen Besitzer machen sich scheinbar lustig über ihn und plagen ihn mit respektlosen Angriffen. Im Zustand höchster Verzweiflung begegnet das Gespenst der kleinen Virginia, der einzigen Tochter des neuen Schlossbesitzers. In der Oper Ist Virginia die Tochter eines Schweizer Immobilienbesitzers. Das Gespräch mit dem zarten und einfühlsamen Mädchen weckt in dem lebensmüde gewordenen Gespenst die Sehnsucht nach Ruhe und Erlösung. Mit Virginias Hilfe, die das gequälte Gespenst von Herzen bedauert, findet es schließlich im Tod das friedliche Ende seines rastlosen Geisterdaseins.

Marius Felix Lange kommentiert:
„In Oscar Wildes meisterhafter Erzählung löst Virginia erst nach einiger Zeit, und auf Drängen ihres Verlobten, das Geheimnis um jene Nacht, in der das lebensmüde Gespenst dank ihrer Hilfe seine ersehnte Ruhe fand: ‚Er ließ mich sehen, was das Leben ist, und was der Tod bedeutet, und warum die Liebe stärker als beide ist.’
Diese Erkenntnis bedeutet Virginia in unserer Version besonders viel: Hier ist sie, Virginia, nicht, wie in der Vorlage Oscar Wildes, Teil der sehr praktisch veranlagten und sehr intakten amerikanischen Familie, sondern als Tochter des (nicht minder praktisch veranlagten) Immobilienunternehmers Georg Bürkli aus Zürich, Schweizerin, und den Plänen der profit- und zeitgeistorientierten Frauke-Beeke Hansen ausgesetzt. Diese leicht hysterische Hamburgerin ist nicht nur Georg Bürklis Assistentin, sondern, zu Virginias großem Verdruss, auch seine Geliebte. Und sie hat Schlimmes mit Canterville vor. (...).“

Foto: Morton Frank Larsen als Gespenst von Canterville an der Volksoper Wien

18.10.2019        
Volksoper Wien       
ÖEA und Premiere Marius Felix Lange,                               
„Das Gespenst von Canterville“ (Libretto: Michael Frowin)                                  
(Philipp Krenn, Regie                                       
Ltg.: Gerrit Prießnitz                                       
Orchester der Volksoper Wien)

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