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Dmitri Schostakowitschs früher Opernwurf „Die Nase“ an der Hamburgischen Staatsoper

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„Auf der Welt wird lauter Unfug gemacht“, sagte der russische Schriftsteller Nikolai Gogol einmal. „Diesen Unfug versuche ich, nach Maßgabe meiner Kräfte darzustellen." Mit seiner Novelle „Die Nase“ ist dem Dichter ein Glanzstück der Groteske gelungen, in der sich Satire, Realitätsauflösung im Stile E.T.A. Hoffmanns und Gesellschaftskritik auf geniale Weise miteinander verbinden.
Zur Spielzeiteröffnung bringt die Hamburgische Staatsoper am 7. September 2019 (18.00 Uhr) Dmitri Schostakowitschs 1927 bis 1928 entstandene, auf Gogols Novelle beruhende Oper „Die Nase“ in einer Neuinszenierung von Karin Beier heraus. Die Theaterregisseurin Beier ist seit der Spielzeit 2013/2014 Intendantin des Deutschen Schauspielhauses, inszeniert regelmäßig Schauspielproduktionen, aber auch immer häufiger Musiktheaterwerke. Für das Bühnenbild der Neuinszenierung zeichnet Stéphane Laimé verantwortlich, Eva Dessecker schafft die Kostüme.

Zum Inhalt der Oper: 

Der Kollegienassessor Kowaljow erwacht eines Morgens ohne Nase. Diese findet alsbald sein fast ständig betrunkener Barbier in seinem Brot und entledigt sich ihrer schleunigst, indem er sie in den Fluss wirft. Kowaljow, auf der Suche nach seiner Nase, begegnet ihr in Gestalt eines Staatsrates in der Kirche, wo sie ihm aber entkommt. Vergebens versucht Kowaljow, eine Suchannonce in der Zeitung aufzugeben: Er erntet nur Gelächter. Auf einer Poststation ist inzwischen auch die Polizei auf der Suche nach der Nase. Als diese angerannt kommt, um gerade noch eine abfahrende Kutsche zu erreichen, entsteht ein Durcheinander und eine Prügelei, bei der die Nase schließlich zu ihrer ursprünglichen Gestalt schrumpft. Nun kann der Wachtmeister sie dem erleichterten Kowaljow zurückgeben. Hocherfreut will dieser sie an ihren Platz setzen, doch erweist es sich als unmöglich, sie im Gesicht zu befestigen. Unterdessen ist schon die ganze Stadt auf den Beinen, um nach der Nase zu suchen. Da erwacht Kowaljow aus dem quälenden Alptraum und findet erleichtert seine Nase am rechten Fleck.

In Hamburg singt Bo Skovhus die Partie des Platon Kusmitsch Kowaljow, die „Nase“ in Gestalt eines Staatsrates singt und spielt Bernhard Berchtold. Katja Pieweck übernimmt die Rolle der Aleksandra Grigoriewna Podtotschina und Levente Páll den Iwan Jakowlewitsch. Kent Nagano leitet bei dieser ersten Spielzeit-Premiere der Hamburgischen Staatsoper das Philharmonisches Staatsorchester und den Chor der Hamburgischen Staatsoper.

07.09.2019   
Hamburg           
Prem. Dmitri Schostakowitsch,                       
„Die Nase“                               
(Philharmonisches Staatsorchester                   
Chor der Hamburgischen Staatsoper
Regie: Karin Beier                           
Ltg.: Kent Nagano)

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