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Lera Auerbachs „Ikarus“ für Orchester erlebt britische Erstaufführung

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Lera Auerbachs Werk „Ikarus“ für Orchester erlebt seine britische Erstaufführung mit dem National Youth Orchestra of Great Britain unter Leitung von Mark Wigglesworth am 25. Juli 2019 in Stoke-on-Trent in England. Das Werk nimmt Bezug auf die beiden letzten Sätze von Auerbachs Sinfonie Nr. 1 „Chimera“ und erlebte seine Uraufführung einst im Jahr 2011 im Rahmen des Schweizer Verbier Festivals.

Lera Auerbach zu diesem Werk:

„Was diesen Mythos so bewegend macht, ist Ikarus’ Ungeduld des Herzens, sein Wunsch, das Unerreichbare zu erreichen, die Intensität der ekstatischen Kürze seines Fluges und die Zwangsläufigkeit seines Absturzes. Wäre Ikarus vorsichtig geflogen, hätte es keinen Mythos gegeben. Sein tragischer Tod hat Größe. Er stellt aus Daedalus’ Sicht die Frage: Wie kann man Erfolg und Scheitern unterscheiden? Daedalus’ größte Erfindung – die Flügel, die dem Menschen zum Fliegen verhelfen – war gleichzeitig sein größter Fehlschlag, da sie den Tod seines Sohnes verursachte. Daedalus war genial, seine Flügel perfekt, doch er war auch ein blinder Vater, der sein Kind nie wirklich verstanden hat.“

25.07.2019       
Stoke-on-Trent           
UKEA Lera Auerbach,
„Ikarus” für Orchester
(National Youth Orchestra of Great Britain; Ltg.: Mark Wigglesworth)

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