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Matthias Höfs bringt Johannes X. Schachtners „ConcettoZaide“ zur Uraufführung

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Der aus Bayern stammende Komponist Johannes X. Schachtner beschäftigt sich gern auch mit Musikliteratur vergangener Epochen. So sei nur an seine hochinteressanten Mendelssohn-Bartholdy-Bearbeitungen erinnert, die oft gespielt werden. Nun steht die Uraufführung eines neuen Werkes bevor, das Bezug auf Mozart und einen Namensvetter Schachtners, den Salzburger Hoftrompeter Johann Andreas Schachtner aus Mozarts Zeit, Bezug nimmt.
Das ConcettoZaide, über dessen inhaltliche Zusammenhänge Johannes X. Schachtner weiter unten informiert, heißt im Untertitel Divertimento Nr. 3 für Klappentrompete in E oder Trompete und Kammerorchester. Uraufgeführt wird das Werk am 24. Februar 2019 in Augsburg. Die Ausführenden sind Matthias Höfs, Trompete, und die  Augsburger Philharmoniker unter der Leitung von Domonkos Héja.

Johannes X. Schachtner schreibt zu seinem Divertimento „ConcettoZaide“:

„Johann Andreas Schachtner (1731-1795) war Hoftrompeter in Salzburg und Librettist von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper ‚Zaide’, die gemeinhin als Vorlage für die ‚Entführung aus dem Serail’ gilt. Dieses frühe Singspiel mit Dialogen und Melodramen ist nicht vollständig überliefert, so fehlen sowohl Ouvertüre und Finale als auch einige verbindende Handlungstexte.
Hier setzt das 'ZaideConcetto' an: die Intrada ist gleichzeitig eine Hommage an den väterlichen Freund, den Salzburger Hoftrompeter, als auch der Versuch einer ‚Sinfonia’, die tatsächlich am Anfang der Oper stehen könnte. Mit den Orchester-Trompetern, die die zu Schachtners und Mozarts Zeit üblichen Naturtrompeten spielen, wird die Klanglichkeit der ‚Janitscharen-Musik’ beschworen, eines Sujets der Oper.
Auch der letzte, der vierte Satz ‚Lieto fine’ ist eine ‚spekulative’ ‚Nach’-Komposition eines Finales: im Abstand von knapp 250 Jahren.
Im ‚Melodramma’ wird konkret die bestehende Musik Mozarts im Orchester verwendet, während die Solo-Trompete quasi als Kadenz den gesprochenen Part auf der Trompete spielend deklamiert, rezitiert und kommentiert.
In der ‚Airaria’ greift die Solo-Trompete nun auf die Singstimme aus Mozarts Oper zurück. Das Mozart’sche Material wird vom Orchester immer wieder aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und changiert so zwischen den zwei musikalischen Ebenen, die vielleicht 250 Jahre auseinander liegen mögen, aber immer wieder Berührungspunkte finden.“
(Johannes X. Schachtner, 2018)

Foto des Komponisten: c Dory Drexel

24.02.2019       
Augsburg           
UA Johannes X. Schachtner,                                   
„ConcettoZaide“. Divertimento Nr. 3 für Trompete und Kammerorchester
(Matthias Höfs, Trompete
Augsburger Philharmoniker                                   
Ltg.: Domonkos Héja)

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