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Der Komponist Ulrich Leyendecker starb am 29. November 2018 im Alter von 72 Jahren

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Am 29. November 2018 verstarb unser langjähriger Autor Ulrich Leyendecker im Alter von 72 Jahren  in Bonn an Herzversagen. Seit über 40 Jahren war der Komponist dem Hause Sikorski verbunden. Der erste Verlagsvertrag wurde im Februar 1977 geschlossen.
Ulrich Leyendeckers Musik ist außergewöhnlich vielseitig und bei Interpreten jeder Instrumentalgattung und Provenienz beliebt. Nur wenige andere Komponisten seiner Generation haben so stringent und konsequent einen Stil ausgestaltet wie der 1946 in Wuppertal geborene Komponist. Vieles davon hat Leyendecker, der auf eine lange Tätigkeit als Hochschulprofessor in Hamburg (1981-1994) und Heidelberg-Mannheim (1994-2005) zurückblicken kann, auch an seine Schüler und Studenten weitergeben können. Orchesterwerke, Kammer- und Klaviermusik sowie Vokalmusikkompositionen in zum Teil recht unterschiedlichen Ensembleformationen beherrschen Leyendeckers Werkkatalog. Oft verweisen Werktitel auf eine außermusikalische Inspiration, die der Komponist in vielfacher Weise verarbeitet und reflektiert. Charakteristisch ist Leyendeckers Festhalten an alten Gattungsbezeichnungen der Musikgeschichte wie Symphonie (er schreibt den Begriff noch in der alten Form), Konzert oder Trio. Wer dahinter aber Traditionalismus und Rückwärtsgewandtheit vermutet, irrt. Arnd Richter kommentiert: „Das Spannungsverhältnis zwischen der jeweiligen Werkbezeichnung und der emotionalen, formalen, satztechnischen Lösung des gestellten Problems erzeugt eine Musik von emotionaler Nachvollziehbarkeit. Die weiten Bögen, die vielen seiner Werke eigen sind und das Wesen  seines Schaffensprozesses entscheidend mitbestimmen, sind keine Romantizismen, sondern Ausdrucksmittel in einer Kompositionsweise, die den großen Zusammenhang sucht und bevorzugt, ohne darüber die Sorgfalt im Detail zu vergessen.“
Leyendecker ließ sich bei der Entstehung seiner Werke oft lange Zeit. Das Endprodukt war stets perfekt und erfuhr in den meisten Fällen nach der Herausgabe keine Änderungen mehr.

Foto: (c) Johanna Leyendecker

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