Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Komponistenlegende Franz Grothe: 110. Geburtstag am 17. September 2018

Hochgeladene Datei

Franz Grothe wurde am 17. September 1908 in Berlin-Treptow als Sohn eines Pianisten und einer Konzertsängerin geboren. Mit fünf  Jahren erhielt er bereits Violin-, mit sechs Klavierunterricht, im Alter von zehn Jahren entstanden erste Kompositionen. Dem Besuch des Gymnasiums in Berlin schloss sich das Studium an der Musikhochschule in den Fächern Violine, Klavier, Musiktheorie an, und mit 16 Jahren war Franz Grothe bereits Pianist einer Jazzband des englischen Saxophonisten Eric Borchardt.
Grothe wurde Pianist im Orchester Dajos Bela, verließ es jedoch Ende 1930, um ausschließlich zu komponieren. Seine Lieder wurden gespielt von Jack Hilton, Marek Weber, Juan Llossas, Barnabas von Geczy und u. a. interpretiert von Helge Rosvaenge, Franz Völker, Ernst Busch. Ende 1931 gründete Franz Grothe seinen eigenen Musikverlag, die „Edition Franz Grothe“. In der Zeit entstanden viele Filmkompositionen. Grothes wichtigste Filme in dieser Zeit waren die mit Willi Forst und Marta Eggerth, und als er in Deutschland ein gefragter Filmkomponist war, wurde die Universal in den USA aufmerksam und machte ihm ein Angebot.
Franz Grothe ging nach Hollywood, doch viele Projekte zerschlugen sich. Zurück in Europa, entstanden Lieder für so bekannte Filme wie „Immer wenn ich glücklich bin“ und „Napoleon ist an allem schuld“. Bei der Arbeit an letzterem lernte er seine spätere Frau Kirsten Heiberg kennen, die in einer Szene sein Lied „Warum hat der Napoleon“ interpretierte. Grothes Popularität war mit seinen Filmschlagern größer denn je geworden, er schrieb einen Evergreen nach dem anderen. Mit seiner Hilfe wurde auch das Swingverbot in Deutschland durchbrochen.
Infolge bestehender Beziehungen bekam er 1942 gemeinsam mit Georg Haentzschel den Auftrag, das „DEUTSCHE TANZ- UND UNTERHALTUNGSORCHESTER“ zu gründen, es mit internationalem Sound und den besten deutschen Musikern über Deutschland hinaus zu Anerkennung und Erfolg zu führen.
Nach Kriegsende verlieh Franz Grothe dem deutschen Film wieder entscheidende Impulse. „Das Wirtshaus im Spessart“ wurde ein großer Erfolg, später musikalisch und textlich zum Bühnen-Musical erweitert. Franz Grothes erfolgreichstes Werk für das Theater, nach wie vor an den Bühnen inszeniert und aufgeführt.
Seit 1965 war Franz Grothe ständiger musikalischer Leiter in der beliebten TV-Sendung „Der blaue Bock“. Hier konnte er viele neue Lieder für neue Stimmen schreiben, darunter Rudolf Schock, Erika Köth, Renate Holm, Ernst Krukowski und Willy Hoffmann.
Franz Grothe starb am 12. September 1982 in Köln.
 
Seine bekanntesten Titel sind in unserer Notenausgabe für Gesang/Klavier: „Für Sie - von Franz Grothe“ (SIK 948) zu finden:
 
https://www.sikorski.de/661/de/0/a/0/u_Grothe/noten_cds_dvds/988_index.html