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Internationale Schostakowitsch Tage 2018 mit Schwerpunkt auf polnischer Moderne

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„Schostakowitsch und die polnische Moderne" lautet das Motto der 9. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch (21.-24.6.2018), das neben Dmitri Schostakowitsch auch die Komponisten Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki und Krzysztof Meyer programmatisch in den Fokus stellt.
In der Gohrischer Konzertscheune erklingen zentrale Kammermusik-, Chor- und Orchesterwerke aller vier Komponisten. Außerdem stehen drei Uraufführungen und drei deutsche Erstaufführungen auf dem Programm. Der polnische Komponist Krzysztof Meyer, der dem Festival seit jeher verbunden ist, hat ein neues Streichquartett (Nr. 15) im Auftrag der Schostakowitsch Tage komponiert, das in einem Kammerabend vom Lutosławski Quartet uraufgeführt wird.
Mit einem kurzen Impromptu für Viola und Klavier, das vom Bratscher Nils Mönkemeyer und dem Pianisten Rostislav Krimer uraufgeführt wird, wird außerdem der jüngste Sensationsfund im Schaffen Schostakowitschs in Gohrisch erstmals öffentlich erklingen. Das zweiseitige Manuskript aus dem Jahr 1931 wurde erst vor wenigen Monaten in einem Moskauer Archiv entdeckt. „Bereits zum zweiten Mal ist es uns gelungen, in Gohrisch eine Uraufführung von Schostakowitsch zu präsentieren“, freuen sich die Festivalveranstalter. „Nach den nachgelassenen Fragmenten aus der Oper ‚Die Nase’ beim letzten Festival sind wir nun sehr gespannt auf dieses kurze Kammermusikwerk für Bratsche und Klavier.“
Das Piano-Duo Grau Schumacher wird darüber hinaus drei Bearbeitungen von Schostakowitsch erstmals in Deutschland zu Gehör bringen. So zum Beispiel Schostakowitschs Arrangement der „Psalmensinfonie“ von Igor Strawinsky, des Scherzos aus der Symphonie Nr. 10 von Gustav Mahler und der 3. Symphonie von Arthur Honegger „Liturgique“ für Klavier zu vier Händen bzw. für zwei Klaviere.
Musik für zwei Klaviere steht auch auf dem Programm des Eröffnungskonzertes am 22. Juni, wo Denis Matsuev – derzeit Capell-Virtuos der Sächsischen Staatskapelle Dresden – und der junge Pianist Alexander Malofeev Schostakowitschs Concertino op. 94 aufführen werden. Im letzten Teil dieses Konzertes wird Matsuev das stilistische Spektrum des Festivals erstmals durch Jazz-Improvisationen über Themen von Schostakowitsch weiten.
Mit einem Chorkonzert gibt das Vocalconsort Leipzig unter der Leitung von Franziska Kuba in Gohrisch seine Visitenkarte ab. Außerdem sind wieder zahlreiche Musiker der Sächsischen Staatskapelle Dresden in das Festivalprogramm eingebunden – das Orchester läutet das Festival erneut mit einem Sonderkonzert in der Semperoper ein (21. Juni) und gestaltet mit der neu gegründeten Initiative „kapelle21“ unter der Leitung von Petr Popelka auch das Abschlusskonzert in der Konzertscheune.

Das Programm im Einzelnen finden Sie unter:
http://www.schostakowitsch-tage.de

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