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Schostakowitschs Operettenrevue „Moskau Tscherjomuschki“ in Gelsenkirchen und Braunschweig

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Dmitri Schostakowitsch hatte für seine 1958 uraufgeführte operettenhafte Revue „Moskau Tscherjomuschki“ ein zeitpolitisches Thema gewählt, das er musikalisch rasant und humorvoll umsetzte. Es geht um den Bau eines Wohnparadieses sowjetischer Machart, Tscherjomuschki vor den Toren Moskaus, und die damit verbundenen Hoffnungen der Moskowiter.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der Fremdenführer Bubenzow, der mit der jungen Mascha verheiratet ist. Obwohl das Paar schon mehrere Monate liiert ist, kann es wegen der allgemeinen großen Wohnungsnot nicht zusammen leben. Bubenzow und seine Mascha sind daher gezwungen, sich im Museum oder im Kaufhaus zu treffen. Natürlich gibt es in der Operette mit den schmissigen, hochvirtuosen musikalischen Titeln auch menschliche Konflikte ganz anderer Art. So zum Beispiel die plötzliche Leidenschaft Bubenzows zur verführerischen Fremdenführerin Lidotschka, für die er Mascha verlässt. Das Problem der Wohnungsnot wird damit aber auch nicht beseitigt, Endlich können die verzweifelten Wohnungssuchenden, unter ihnen auch Lidotschka und ihr Vater, in den neu errichteten Wohnungen von Tscherjomuschki Hoffnung schöpfen. Als es mit dem schikanösen Hausverwalter Barabaschkin dann aber zum Konflikt kommt, entscheidet Bubenzow, mit Hilfe eines Krans auf die Balkone der Wohnungen zu gelangen ...
Für die Neuinszenierung von „Moskau Tscherjomuschki“ am Musiktheater Gelsenkirchen, die am 31. März 2018 Premiere hat, konnte man den Schauspieler und Regisseur Dominique Horwitz gewinnen. Die Aufführung, die von Stefan Malzew geleitet wird, wird in deutscher und russischer Sprache mit deutschen Übertiteln stattfinden. Michael Dahmen singt und spielt den Fremdenführer Alexander Petrowitsch Bubenzow und Bele Kumberger ist als Lidotschka zu erleben. Mit den rundweg schmissigen, unterhaltsamen und rasanten Musiknummern ist die Operettenrevue auf jeden Fall ein großes Vergnügen.
Nur knapp zwei Monate später, am 19. Mai 2018, hat dasselbe Stück am Staatstheater Braunschweig Premiere. Für die Regie zeichnet in Braunschweig Neco Çelik verantwortlich, die musikalische Leitung hat der mexikanische Dirigent Iván López Reynoso. Bei der Braunschweiger Inszenierung sind auch Videoprojektionen von Vincent Stefan vorgesehen. Der Moskauer Bubenzow wird hier von Maximilian Krummen gesungen, in die Rolle seiner Frau Mascha schlüpft Milda Tubelyté, und Jelena Banković singt die Lidotschka.

Info-Kasten:
31.03.2018       
Musiktheater Gelsenkirchen   
Prem. Dmitri Schostakowitsch,   
Operette „Moskau Tscherjomuschki“ (dt.)

19.05.2018       
Staatstheater Braunschweig   
Prem. Dmitri Schostakowitsch,   
Operette „Moskau, Tscherjomuschki“

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