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Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ am Antonín Dvoràk Theater Ostrava

Am 8. März 2018 hat Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ in der Inszenierung von Jiri Nekvasil am Antonín Dvoràk Theater in Ostrava Premiere. Die musikalische Leitung hat Jakub Klecker. In der Rolle der Katerina Ismailowa erleben wir bei dieser slowakischen Produktion Iordanka Derilova. Boris Ismailowa wird von Martin Bárta gesungen.
Die Uraufführung der 1932 entstandenen Oper fand 1934 statt und hatte weitreichende Folgen für Schostakowitsch. Das Werk stieß zwar zunächst auf positive Resonanz in Russland und fand sogar große Beachtung im Ausland. Am 28. Januar 1936 erschien jedoch in der Zeitung „Prawda“ ein vernichtender Artikel, der den Titel „Chaos statt Musik“ trug und in dem über das Stück zu lesen war: „In dieser Musik wurden mit Absicht alle herkömmlichen Regeln auf den Kopf gestellt, damit absolut nichts mehr an klassische Opernmusik erinnert, in ihr nichts Gemeinsames verbleibt, was mit symphonischen Klängen in Verbindung zu bringen wäre – mit einfacher, allen zugänglicher musikalischen Sprache… Zeitweise grenzt die Musik an eine Kakophonie … Alles ist grob, primitiv und vulgär …“
Das Werk kam auf die „schwarze Liste“ und Schostakowitsch sah sich später gezwungen, eine „entschärfte“ Fassung zu erstellen, um dem Werk das Überleben zu sichern. 1963 wurde die Oper erneut aufgeführt, nachdem der Komponist sie einer gründlichen Revision unterzogen hatte. Dank Mstislaw Rostropowitsch gelang die Urfassung ins westliche Ausland. Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ gehört heute zu den meistaufgeführten Opern des 20. Jahrhunderts. 

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