Michaela Rea Catranis gewinnt TONALi18 Kompositionspreis

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Gewinnerin des TONALi18 Kompositionspreises ist die 1985 in Princeton, New Jersey (USA) geborene Komponistin Michaela Rea Catranis. Ihr sechsminütiges Werk für Violoncello solo „Jeita“ wird in diesem Jahr Pflichtstück für alle TONALi18-Cellisten. Zudem wird das Werk im TONALi18 Finale im Sommer 2018 in der Elbphilharmonie erklingen. Wie gewohnt erscheint in unserem Haus die Druckausgabe des Werkes. Weitere Informationen folgen später.

Der Titel „Jeita“ hat eine doppelte Bedeutung. Zum einen ist Jeita der Name eines Bezirks im Libanon, der von karstigen Kalksteinhöhlen im fast neun Kilometer breiten Nahr al-Kalb Tal geprägt ist. Zum anderen findet man die Wurzeln des Wortes Jeita auch im aramäischen Wort Ge’itta, was soviel wie Brüllen oder Lärm bedeutet. Michaela Rea Catranis hatte bei der Komposition ihres Werkes für Cello solo eine Höhle als Symbol für Isolation und Schöpfung vor Augen. „Ein stiller, versteckter Ort der Selbstbeobachtung“, wie die Komponistin sagt. Außerdem spiele das „Gebrüll“ in diesem Werk eine Rolle. Catranis sagt: „ein primordiales, energetisierendes, tiefbauchiges und lebensspendendes Gebrüll, nicht ein aggressives. Es stellt den Impuls der schöpferischen Energie dar: sowohl den Instinkt zu erschaffen als auch den Fluss der Energie, der durch den Prozess der Schöpfung erweckt wird.“

Foto: Michaela Rea Catranis privat

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