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Les Humphries starb vor zehn Jahren am 26.12.2007

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Der 20. November 1971 war ein Tag, an dem die Laeiszhalle in Hamburg richtig bebte und kein Platz mehr zu bekommen war. Im Publikum lag der Altersdurchschnitt unter dreißig, und wer im schwarzen Anzug oder Abendkleid erschienen war, galt als exotisch. Das legendäre Konzert, das die „Les Humphries Singers“ unter rasendem Beifall der Fans damals gaben, war nur ein Beispiel für die großen Erfolge, die die „Les Humphries Singers“ weltweit feiern sollten.
Vor zehn Jahren, am 26. Dezember 2007, starb der Begründer der Gruppe Les Humphries im Alter von 67 Jahren.
In Hamburg wird zu Beginn des Jahres 2018 nun eine große Erinnerungsshow zu dem legendären Chor im Engelsaal am Valentinskamp zur Uraufführung kommen. Karl-Heinz Wellerdiek hat aus bekannten Musiktiteln der Les Humphries Singers das Musical „Mama Loo – Die große Les Humphries–Party“ zusammengestellt. Die Premiere und Uraufführung des Musicals wird am 9. Februar 2018 im Engelsaal stattfinden.
Die Geschichte der Gruppe ist eng mit Hamburg verbunden, wurde sie doch 1969 von dem damals in Hamburg lebenden britischen Bandleader Les Humphries in der Hansestadt gegründet, arbeitete überwiegend von hier aus und trat in ihren knallbunten Outfits mit Schlaghosen und Schlabberhüten auch im „Michel“, der Hamburger St.-Michaelis-Kirche, auf.
Der erste große Erfolg der „Les Humphries Singers“ war der Gospel „To My Father’s House“. Danach folgte ein Hit auf den anderen, wobei für den Leadgesang der einzelnen Titel immer verschiedene Mitglieder verantwortlich waren. Besonders bekannt wurden Jimmy Bilsbury, der auch Ko-Autor von Les Humphries war, mit „Mexico“ und Malcolm Magaron mit „We Are Goin’ Down Jordan“. Anfang der Siebziger, als die meisten Rockbands noch nicht aus Mitgliedern ethnisch homogener Herkunft bestanden, galt die Multi-Kulti-Truppe von Les Humphries als etwas Spektakuläres. Die Sänger stammten aus Jamaika, den Vereinigten Staaten, Südkorea, Trinidad, den Philippinen und St. Lucia. Für den Hamburger Jürgen Drews bedeutete die Aufnahme bei den „Les Humphries Singers“ damals den Beginn seiner Karriere. Drews ist als Solist beim Hamburg-Konzert auf der neuen CD übrigens mit Terry Rowleys „Send Me No More Letters“ zu hören. Die Mischung aus Gospel und Pop, von dem als genial, aber auch schwierig geltenden Chef Les Humphries in raffinierte Chorsätze verpackt, und der typische Instrumentalsound aus Klavier, Leadgitarre und Percussion wurde zur Kultmarke. Versuche, den Chor auch unabhängig von ihm erneut aufleben zu lassen, unternahmen einige Mitglieder vor einiger Zeit wieder als „Les Humphries Singers Reunion“.
In unserem Hause sind die großen Hits der „Les Humphries Singers“ für gemischten Chor und Klavier in der Ausgabe „singin’ explosion“ herausgekommen (SIK 1068). Außerdem erschien das Klavieralbum „Greatest Hits“ (SIK 1066). Zudem ist eine neue Veröffentlichung für Big Band unter dem Titel „Les Humphries in Concert“ verfügbar.

Die „Les Humphries Singers“ in Songbüchern

- „Greatest Hits“, Klavieralbum – u.a.: Carnival / Day After Day / Kansas City / Mamo Loo / Mexico / Rock My Soul / To My Father’s House
SIK 1066

- “singin’ explosion” – Hits der Les Humphries Singers (hrsg. Von Carsten Gerlitz – enth.: Mexico / Mama Loo / Kansas City / I’m From the South, I’m From Ge-o-orgia / Carnival / We Are Goin’ Down Jordan
SIK 1068

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