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Neue CD: Beethoven Trio Bonn spielt Kammermusik von Georgi Swiridow

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Vor zwei Jahren, am 16. Dezember 2015 gedachte die Musikwelt des 100. Geburtstags von Georgi Swirodow. Das Beethoven Trio Bonn widmet ihm nun in Zusammenarbeit mit BR Klassik eine ausschließlich seiner Kammermusik gewidmete Portrait-CD.
Ein zentrales Werk ist  das hochdramatische Klaviertrio a-Moll aus dem Jahr 1945 (in einer revidierten Fassung von 1955). Das Beethoven Trio Bonn interpretiert den zuweilen energischen und vorwärtsdrängenden Kopfsatz dieses Werkes mit ausgeprägten Konturen, einer zupackenden Dynamik und einer hohen Lebendigkeit. Insbesondere der Geiger Mikhail Ovrutsky und der Cellist Grigory Alumyan brillieren mit einem aufregend schönen Ton und einer starken Ausdruckskraft. Für starke Impulse und kraftvolle Steigerungen sorgt auch der Pianist Jinsang Lee.
Außerdem ist die Romanze aus Georgi Swiridovs „Der Schneesturm“, einer sogenannten musikalischen Illustration zu einer Erzählung von Alexander Puschkin für Orchester enthalten, die das Beethoven Trio Bonn hier in einem Arrangement von Mikhail Ovrutsky eingespielt hat.

Nach dem Besuch der Musikschule in Kursk zog Georgi Swiridow nach Leningrad, um bis 1936 Klavier- und Kompositionsunterricht zu nehmen, und wurde Schüler des nur wenige Jahre älteren, aber bereits voll etablierten, durch den Skandal seiner Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ allerdings auch schon in den Reihen der politischen Machthaber aufgefallenen Dmitri Schostakowitsch. 1941 ging Swiridow wegen des Krieges nach Nowosibirsk und blieb dort bis 1944.
In den1950-er Jahren ließ er sich in Moskau nieder. Dort war er bis zu seinem Tod am 6. Januar 1998 als freischaffender Komponist tätig. Wiederholte Male engagierte sich Swiridow auch im russischen Komponistenverband und erhielt immer wieder hoch dotierte Preise und Orden. In den frühen Werken des Komponisten ist der Einfluss Schostakowitschs noch ganz unverkennbar. Dann entdeckte Swiridow aber seinen ganz individuellen Schwerpunkt im Bereich der Vokalmusik. Vergleichbar Schostakowitsch stellte er die Tonalität nie in Frage und legte besonderen Wert auf eine eingängige, zuweilen auch am Volkslied orientierte Melodik.
Neben der Vielzahl der Vokalwerke Swiridows sei hier auf das aparte Klaviertrio des Komponisten, eine Klaviersonate und die Variationen über ein Thema von Glinka für Klavier hingewiesen. Herausragend sind darüber hinaus die Kantate für Soli, Chor und Schlaginstrumente mit dem Titel „Nachtwolken“ und vor allem das populäre Orchesterwerk „Schneesturm“.

Zur CD:
Georgi Swiridow:
Klaviertrio a-Moll und Romanze aus „Der Schneesturm“
Beethoven Trio Bonn
AVI Music 8553375

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