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Not, List und Lust - Neues Buch über Dmitri Schostakowitsch

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Der Publizist Bernd Feuchtner hat beim Wolke Verlag ein neues Buch über Dmitri Schostakowitsch mit dem Titel „Not, List und Lust – Schostakowitsch in seinem Jahrhundert“ veröffentlicht (ISBN 978-3-95593-077-6). Das 278 Seiten starke Buch richtet einmal eine ganz anderen Blick auf diesen großen russischen Sinfoniker, der sich von den vielen bislang erschienenen Büchern über ihn deutlich unterscheidet.
Feuchtner betrachtet Schostakowitsch vor dem Hintergrund der ihn umgebenden historischen Ereignisse. Die oft als widersprüchlich empfundenen Äußerungen des Komponisten, der einerseits die Erfolge des Sozialismus lobte, andererseits vom Stalinismus und auch den Jahren der nachstalinistischen Ära in der Sowjetunion schwer getroffen wurde, erscheinen hier in einem neuen Kontext und einer neuen Interpretation.
Feuchtner baut sein Buch so auf, dass er den Komponisten in seinen Beziehungen zu großen Zeitgenossen wie Benjamin Britten, Paul Hindemith, Sergej Prokofjew, Hanns Eisler und Theodor W. Adorno darstellt. Auch die Einflüsse von Gustav Mahler und Igor Strawinsky auf Schostakowitsch arbeitet der Autor detailreich heraus. Darüber hinaus betrachtet Feuchtner ausgewählte Werkgruppen wie die Streichquartette und besonders das 8. Streichquartett (Im Gedenken an die Opfer des Faschismus). Ein völlig neuer Aspekt eröffnet sich den Schostakowitsch-Interessierten in dem Beitrag „Der große Zampano“, wo es um ein Drehbuch-Exposé für einen Puppen- und Tanzfilm aus dem Jahr 1988, also lange nach Schostakowitschs Tod, geht. Außerdem fokussiert Feuchtner einen musikologischen Disput in den USA zum Thema Schostakowitsch.
In der Einleitung zu seinem lesenswerten Buch schreibt Bernd Feuchtner: „Wenn der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch eines nicht war, dann sentimental. Erlösung war das Allerletzte, was ihm eingefallen wäre.“

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