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Bronzebüste des Dirigenten und Bearbeiters Rudolf Barschai in Moskau

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Am 2. November 2017 wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Foyer des Großen Saales des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums eine Bronzebüste des 2010 verstorbenen Dirigenten Rudolf Barschai enthüllt, des Gründers und langjährigen Leiters des legendären Moskauer Kammerorchesters. Die Büste wurde von dem Bildhauer Vyacheslav Piliper angefertigt und ist eine Schenkung von Elena Barschai, der Witwe von Rudolf Barschai, an das Konservatorium. Im Anschluss an die feierliche Enthüllung fand im Großen Saal des Konservatoriums ein Gedenkkonzert für Rudolf Barschai statt, bei dem das Staatliche Akademische Kammerorchester Russlands unter der Leitung von Alexej Utkin Werke von Johann Sebastian Bach zur Aufführung brachte.
Barschais  Umgang  mit  den  originalen Vorlagen seiner vielen Bearbeitungen  war  überaus  subtil.  Nicht  mit einer  Note  verfälschte  er  die  Klangwelt des  Originals,  gewann  ihm  dafür  aber ganz neue Perspektiven ab. Barschai orchestrierte u.a. Beethovens Streichquartett op. 74 Es-Dur, das Streichquartett Nr. 7 F-Dur  op. 59, 1 und eine ganze Serie von Schostakowitsch-Quartetten, die er dann als Kammersinfonien betitelte. Dazu gehören: Kammersinfonie op. 110a nach dem Streichquartett Nr. 8  op. 110,  Kammersinfonie  op. 118a nach dem Streichquartett Nr. 10 op. 118,  Kammersinfonie  op.  73a nach dem Streichquartett Nr.3  op. 73  und die Kammersinfonie  op. 83a nach dem Streichquartett Nr. 4 op. 83. Eine Streichorchesterfassung erstellte Barschai außerdem  von zwanzig Klavierstücken aus dem Zyklus „Visions fugitives“ von Sergej Prokofjew. Außerdem gibt es von ihm eine Bearbeitung von Bachs "Die Kunst der Fuge" für Soloinstrumente, Streichorchester und Cembalo.

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