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Dmitri Schostakowitsch starb vor 40 Jahren

Am 9. August 2015 vor vierzig Jahren starb Dmitri Schostakowitsch an den Folgen eines Herzinfarkts. Die letzten Lebensjahre des großen russischen Komponisten waren von schwerer Krankheit gezeichnet. 1975 hatte Schostakowitsch einen Sanatoriumsaufenthalt angetreten und war nach einer kurzen Rückkehr auf die Datscha Schukowka wieder ins Krankenhaus Kunzewo eingeliefert worden. Sein Tod am 9. August löste weltweite Anteilnahme aus. Am 14. August 1975 wurde Schostakowitsch auf dem Friedhof am Nowodewitschi-Kloster in Moskau beigesetzt.

Die Neue Zürcher Zeitung schrieb am 11. August 1975: „In Schostakowitsch dürfte der bedeutendste russische Komponist dieser Zeit verschieden sein. (...) Nur die ihm engsten Vertrauten können wissen, wie viel von der Parteirhetorik, die Schostakowitsch in den letzten Jahren in der ‚Prawda’ und in Reden von sich gab, ehrlich sein konnte. Vieles spricht dafür, dass er sich seit 1936 in einem uneingestandenen, inneren Exil befand.“

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezeichnete Schostakowitsch in ihrem Nachruf vom 11. August 1975 als „tragisches Genie“ und schreibt: „(...) Neben Strawinsky, der seine Bewunderung nie erwiderte, und Prokofieff, der ihm als Musiker und Schikcsalsgenosse nahestand, ist Schostakowitsch mit Abstand die größte russische Musikernatur des Jahrhunderts gewesen. Seine Biographie, wenn einst ein zensurfreier Nachfahre sie schreiben kann (anders als Martynow und Rabinowitsch), wird Licht auf die Kulturpolitik Sowjetrußlands werfen und wohl auch auf die Erfahrungen, die aus dem jungen, unbekümmerten Musiker von 1930 den hypernervösen Nationalkünstler seiner späten Jahre machten.“

Dass Schostakowitsch ein verschlossener, oft bissig und scharf reagierender Zeitgenosse war, meint auch der zeitgenössische Komponist und Schostakowitsch-Bewunderer Peter Ruzicka. „Schostakowitsch brachte den Mut auf, inmitten stalinistischer Verfolgung den einmal eingeschlagenen künstlerischen Weg unbeirrt weiterzugehen.“

 

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