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John Neumeiers Juwel: „Peer Gynt“ von Alfred Schnittke

Die Neufassung des 1989 uraufgeführten Balletts „Peer Gynt“ nach der Musik von Alfred Schnittke zur Eröffnung der 41. Ballett-Tage an der Hamburgischen Staatsoper am 28. Juni 2015 ist mal wieder ein Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Hamburg Balletts. Der Ballettchef John Neumeier hatte sich das Werk nach fast drei Jahrzehnten einmal wieder vorgenommen und an vielen Stellen feinjustiert. Tom R. Schulz veröffentlichte unter dem Titel „John Neumeiers Juwel“ am 30. Juni 2015 im „Hamburger Abendblatt“ einen umfangreichen Essay zu dieser Aufführung. Nicht nur die neue Tänzerbesetzung, auch die Fokussierung des Dramensujets nach Henrik Ibsens berühmter Vorlage schlug sich in dieser Überarbeitung nieder. Schulz schreibt: (...) „Was alles Neumeier im Detail gegenüber der Urfassung verändert hat, ist wohl nur für Balletthistoriker von Belang. Aber dass die Hauptfigur nunmehr in einer Entourage von vier statt sieben sogenannten Aspekten, die jeweils von einem Tänzer verkörpert werden, durchs Leben zieht – Unschuld, Vision, Aggression und Zweifel -, erleichtert dem Zuschauer die Orientierung. (...)“
Der Zeitungsbeitrag ist auf der Kulturseite des „Hamburger Abendblatts“ vom 30. Juni 2015 in voller Länge nachzulesen.

Für Alfred Schnittke war die Ballettmusik zu „Peer Gynt“ ein zentrales Werk, das sich auf sein Spätschaffen maßgeblich auswirken sollte. Schnittke sagte 1989 einmal: „’Peer Gynt’ ist nun als Ballett komponiert: um so mehr musste ich mich vor jedem Ballettdenken hüten und es ablehnen, wo immer es aufkommen wollte. Das allmähliche, stufenweise Ablegen jeden ballettmäßigen Denkens wurde ein wichtiges Gestaltungsmittel. Es spiegelt die verschiedenen Phasen, die das Stück durchläuft. In John Neumeiers Fassung hat ‚Peer Gynt’ drei reale Ebenen und eine vierte, imaginäre.“

Die 41. Ballett-Tage Hamburg laufen noch bis zum 12. Juli 2015.

 

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