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Gerald Reschs „Fingerspitzentänze“ und „Szene. Zeitlos, ortlos“ erleben Uraufführung

Resch - UAs Juni 2015

Beim Brücken-Festival Mürzzuschlag in der Steiermark kommt es am 9. Juni 2015 im Kunsthaus zur Uraufführung der „Fingerspitzentänze“ für Jugendensemble von Gerald Resch. Im Auftrag des Festivals und seines künstlerischen Leiters Ernst Kovacic hat der österreichische Komponist 8 Stücke aus seinen (13) „Fingerspitzentänzen“, die im Original für Klavier geschrieben wurden, für ein flexibles Musikschul-Ensemble arrangiert: 5 Bläser (z.B. Flöte, Klarinette, Altsaxophon, Trompete und Fagott), 1–2 Schlagzeuger und 3 oder mehr Streicher (mindestens 2 Violinen und Violoncello). Das Kammerensemble der Musikschule Kindberg wird die neue Fassung nun unter der Leitung von Klaus Steinberger beim Festival präsentieren.

Mit den „Fingerspitzentänzen“ reihte sich Gerald Resch in eine lange Tradition von Komponisten ein, die Stücke für ihre eigenen Kinder geschrieben haben und dabei in kindliche Bild- und Erlebniswelten eingetaucht sind. Mila, Tochter von Gerald Resch und gleichzeitig Widmungsträgerin der „Fingerspitzentänze“, erhielt hier ein besonderes Geschenk zum 9. Geburtstag: Sie durfte dreizehn kleine Stücke, die durch ihre Vielfalt an musikalischen Einfällen und pianistischen Herausforderungen auf sich aufmerksam machten, ihr Eigen nennen.

3 Tage später, am 12. Juni 2015, werden das ensemble risonanze erranti und das Ensemble Schwerpunkt Gerald Reschs neues Ensemblewerk „Szene. Zeitlos, ortlos“ beim Festival „aDevantgarde“ (9.-15 Juni 2015) in München uraufführen. Die musikalische Leitung in der Allerheiligen- Hofkirche übernimmt Peter Tilling.

Gerald Resch zu „Szene. Zeitlos, ortlos“:
„Für meine Vertonung habe ich das ältere Hildebrandslied aus dem 9. Jahrhundert mit dem jüngeren aus dem 15. Jahrhundert kompiliert und in heutiges Deutsch umgeschrieben, dabei aber fast alles, was die Zeit und den Ort der archetypischen Begegnung zwischen Vater und Sohn definiert, weggelassen. Die Szene wird also abstrahiert, zeit- und ortlos gemacht. Musikalisch habe ich versucht, eine persönlich abstrahierte ‚pseudo-mittelalterliche‘ Grundtönung zu finden: z.B. immer wieder einfache Gesangslinien, die durch ‚ungenaues unisono‘ des Ensembles aufgefächert werden.
In der zentralen Kampfszene (vor der das ältere Hildebrandslied abbricht) tauchen einzelne Wortfetzen aus dem bisherigen Geschehen isoliert und ineinander verschränkt wieder auf. Es wird berichtet, dass im Augenblick des Sterbens einzelne Sequenzen des eigenen Lebens wie im Zeitraffer vor dem inneren Auge ablaufen sollen – darauf rekurriert diese Passage.
Ganz am Ende montiere ich ein Fremd-Zitat: die vierstimmige Motette 'Mitten wir im Leben sind' von Balthasar Resinarius (+1544), die durch zusätzliche Stimmen verzerrt und überhöht wird. ‚Szene. Zeitlos, ortlos‘ ist meinem Vater gewidmet.“

9. Juni 2015
Mürzzuschlag
Kunsthaus, 19:30 Uhr
Uraufführung: Gerald Resch,
„Fingerspitzentänze“ für Jugendensemble
Kammerensemble der Musikschule Kindberg
Klaus Steinberger (Leitung)

12. Juni 2015
München
Allerheiligen-Hofkirche, 20:30 Uhr
Uraufführung: Gerald Resch,
„Szene. Zeitlos, ortlos“ für kleines Ensemble
ensemble risonanze erranti
Ensemble Schwerpunkt
Peter Tilling (Leitung)

 

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