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Neuer Komponist in unseren Katalogen: Osmo Tapio Räihälä

Der 1964 geborene Osmo Tapio Räihälä ist einer der interessantesten Gegenwartskomponisten Finnlands und neu in unseren Katalogen zeitgenössischer Musik aus aller Welt. Mit ,Barlinnie Nine‘ für Orchester (1999/2005), einer Hommage an den schottischen Fußballspieler Duncan Ferguson, war Räihälä einst der Durchbruch als Komponist gelungen. Das farbenreiche Werk beschreibt die zahlreichen Umwege in Fergusons Karriere, der als ,böser Bube‘ des Fußballs bekannt wurde. Neben den klangfarbenreichen Solokonzerten für Horn beziehungsweise für Oboe und Orchester sind seitdem aber auch eine Reihe von Kompositionen mit bildhaften Titel entstanden. Das Kammermusikwerk „Roiku“ („Feuer“) für 6 Violoncelli, „Rautasade“ („Iron Rain“) für Orchester oder „Zenith“ für Trompete, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello mögen als Beispiel dienen.

Räihälä aber komponiert nicht nur, sondern ist in seiner Heimat auch aus etlichen Rundfunk- und Fernsehsendungen bekannt. Im Gegensatz zu vielen seiner Komponistenkollegen der Avantgardemusik begann Räihälä als Rockmusiker und wandte sich erst mit knapp 20 Jahren der so genannten Ernsten Musik zu. Er studierte Musikwissenschaft an den Hochschulen von Turku und Helsinki und Komposition bei Harri Vuori. Mittlerweile werden seine Werke in mehr als zwei Dutzend Ländern auf fünf Kontinenten regelmäßig gespielt.

Räihäläs Schwerpunkt liegt in der Instrumentalmusik. Der Komponist verweist immer wieder auch auf den Einfluss visueller Kunst auf seine Werke. Er erfährt Musik selbst als sehr bildhaft: Farben, Formen, Linien, Schattierungen, Oberflächen, all diese visuellen Assoziationen machen sich durch Stilwechsel, motivische Kontraste und deutlich konturierte melodische Sequenzen bemerkbar.

 

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