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TONALi13-Gewinnerin präsentiert Daniel Smutnys „Azorianische Etüden“ in St. Petersburg

Smutny - Azorianische Etüden RussEA

Die Pianistin Elisabeth Brauß, Gewinnerin des TONALi13 Grand Prix, wird am 28. Februar 2015 das Klavier-Solostück „Azorianische Etüden“ von Daniel Smutny im Mariinsky-Theater von St. Petersburg zur russischen Erstaufführung bringen.

Daniel Smutny gewann beim TONALi13 Grand Prix den Kompositionswettbewerb, der für Klavier ausgerichtet war. Die internationale Fachjury hatte seine Komposition „Azorianische Etüden“ gekürt. Die Gewinnerkomposition erschien bei den Sikorski Musikverlagen als Druckausgabe SIK 8757 in der Reihe „exempla nova“.

Daniel Smutny zu seinem Werk:

„Das Werk ‚Azorianische Etüden‘ ist eine lose und doch auf bestimmte Weise miteinander verbundene Anordnung von musikalischen Ablaufmustern, die ihre Provenienz in der Etüdenliteratur der letzten Jahrhunderte dem Hörer auf transformierte Weise offenbaren. Es gliedert sich in neun Abschnitte, die ohne Generalpausen aufeinander folgen. Nicht nur ihre Semantik ist nicht immer eindeutig bestimmbar — weil vieldeutig und unbestimmt —, sondern auch ihre Funktion innerhalb des ganzen Werkes ist vage und bewusst nicht zielgerichtet angelegt. Die Muster erscheinen wie Inseln, die in einem Meer von musikalischen Möglichkeiten zu schwimmen scheinen (und doch sind sie am Meeresboden miteinander verbunden). Einerseits liegt dem Werk die Grunderfahrung der Zertrümmerung der tradierbaren Semantik von Musik durch die serielle Musik der frühen 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts zugrunde, andererseits die künstlerische Reaktion auf die Spätzeitlichkeit der heutigen medialen Gesellschaft. Das Werk ist ein persönlicher Reisebericht über ein irdisches Paradies, welches sich ziemlich genau zwischen dem europäischen und dem amerikanischen Festland ‚einsam‘ mitten im Meer in neun kleinen Inseln zeigt, die alle ziemlich unterschiedlich sind. Die Zustände des Wetters ändern sich auf äußerst schnelle und unberechenbare Art und Weise. Es existieren alle Jahreszeiten zugleich — in nicht deutlich trennbarer Ausprägung. All diese Erfahrungen einer vertrauten und doch wiederum sehr fremden Welt — ‚zwischen den Welten‘ — liegen dem Werk zugrunde.“

28. Februar 2015
St. Petersburg
Mariinsky-Theater, The Prokofiev Hall (Mariinsky-II), 18:30 Uhr
Russische Erstaufführung: Daniel Smutny,
„Azorianische Etüden“ für Klavier
Elisabeth Brauß (Klavier)

 

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