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Neues Cello-Stück „Brücken“ von Gerald Resch erlebt Uraufführung

Resch - Brücken UA

Mit den sechs Suiten für Violoncello solo schuf Johann Sebastian Bach vor fast genau 300 Jahren etwas grundlegend Neues: Er experimentierte in barocken Tanzsätzen mit scheinbarer und echter Mehrstimmigkeit, dem Verzicht auf das Generalbassfundament sowie mit der Umstimmung und Hinzufügung von Saiten. Arne-Christian Pelz, Solocellist der Hamburger Symphoniker, interpretiert in zwei Konzerten (29. November und 19. Dezember 2014) im Wälderhaus Wilhelmsburg in Hamburg jeweils drei der sechs Suiten. Dabei bringt Pelz die als „Brücken“ betitelten, eigens für diese zyklische Aufführung im Auftrag der Hamburger Symphoniker entstandenen Zwischenstücke des österreichischen Komponisten Gerald Resch zur Uraufführung.

Gerald Resch zu „Brücken“:
„Im Auftrag der Hamburger Symphoniker habe ich für ihren Solo-Cellisten Arne-Christian Pelz zu den 6 Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach Zwischenspiele geschrieben. Die Brücken sollen einerseits von der einen Suite zur nächsten führen, andererseits aber nicht mit Bachs Musik in Konkurrenz zu treten versuchen.
Arne-Christian Pelz hat eine eigene Reihenfolge der 6 Suiten festgelegt, die den beiden Konzertabenden jeweils eine klare theologische Prägung verleiht: Im ersten Konzert, welches den Untertitel ‚Aus der Tiefe rufe ich zu DIR‘ tragen könnte, erklingt zunächst die dunkel-ernste 5. Suite in c-Moll (‚Leiden Christi, Zerrissenheit der Welt‘), die sich in der virtuos auftrumpfenden 3. Suite in C-Dur (‚Das Leben‘) spiegelt und schließlich durchschreitet die weise geordnete 4. Suite in Es-Dur (‚Heiliger Geist‘), Himmel und Erde und entlässt uns gleichermaßen als Ausblick auf den kommenden zweiten Abend in die Nacht.
Das zweite Konzert strahlt von Beginn mit der königlichen 6. Suite in D-Dur (‚Gott Vater‘). Darin spiegelt sich die archaische 2. Suite in d-Moll (‚Der Mensch‘), und zum Abschluss weist die kindlich-natürliche 1. Suite in G-Dur (‚Paradies und Freiheit‘) als Verheißung auf das Kommende.
Ich habe versucht, auf Arne-Christian Pelz‘ individuelle Deutungen der Suiten mit der Aufeinanderfolge meiner Brücken, die oft paarweise zusammengestellt werden, zu reagieren.
Die Brücken verwenden zwar in erster Linie Klangfarben und Spieltechniken, die in Bachs Musik gar nicht vorkommen, reflektieren dabei aber dennoch einzelne musikalische Elemente seiner Suiten mit meinen gegenwärtigen Mitteln.“

29. November 2014
Hamburg
Wälderhaus Wilhelmsburg, 19 Uhr
Uraufführung: Gerald Resch,
„Brücken“ (Nr. 1-5) für Violoncello
Interventionen zu den 6 Solosuiten für Violoncello von Johann Sebastian Bach
Arne-Christian Pelz (Violoncello)

19. Dezember 2014
Hamburg
Wälderhaus Wilhelmsburg, 19 Uhr
Uraufführung: Gerald Resch,
„Brücken“ (Nr. 6-9) für Violoncello
Interventionen zu den 6 Solosuiten für Violoncello von Johann Sebastian Bach
Arne-Christian Pelz (Violoncello)

 

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